Unterstützt wird die Kampagne in diesem Jahr ehrenamtlich von den beiden ostbelgischen Radprofis Arne Janssens und Tim Rex. Ministerpräsident Oliver Paasch zeigt sich erfreut über das Engagement der Sportler als Werbebotschafter: "Ich bin sehr dankbar, dass Arne Janssens und auch Tim Rex sofort als Radsportprofis zugesagt haben, diese Kampagne zu unterstützen. Ich glaube tatsächlich, dass dadurch ein zusätzlicher Sensibilisierungseffekt entsteht, weil doch viele Radsportfans in Ostbelgien unterwegs sind."
Die Kampagne setzt in diesem Jahr einen klaren Fokus auf die Basics der Verkehrssicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer: gut sitzender Fahrradhelm - auch ohne gesetzliche Pflicht dringend empfohlen -, funktionierende Beleuchtung und helle Reflektoren und auffällige Kleidung - damit Kinder gar nicht erst übersehen werden.
Schulweg realistisch üben
Johannes Cremer, Leiter der Polizeizone Eifel, betont die große Verantwortung der Eltern. Es reiche nicht aus, wenn Kinder lediglich Rad fahren können. "Das Kind muss in der Lage sein, zu bremsen; einarmig fahren zu können, um die Zeichen beim Abbiegen zu geben", so Cremer. Besonders kritisch werde es, wenn junge Schüler neben der Schultasche auch noch den herum schwingenden Turnbeutel transportieren müssen. Das verlagere den Schwerpunkt und beeinträchtige das Gleichgewicht.
Technische Voraussetzungen
Auch das Fahrrad selbst muss fahrtüchtig sein. Eine Klingel oder Schelle ist gesetzlich vorgeschrieben. Beim Helm gilt zwar keine Helmpflicht, doch die Polizei empfiehlt ihn wärmstens: "Statistiken zeigen, dass die schwersten Verletzungen am Kopf verursacht werden. Da geht es darum, unsere Kinder zu schützen und gleichzeitig kann ein Helm, wenn er leuchtend ist, dazu dienen, gesehen zu werden."
Appell an Autofahrer: Rücksicht und Umsicht
Die Polizei richtet zudem einen dringenden Appell an alle Autofahrer: Kinder zeigen im Straßenverkehr oft unvorhersehbare Manöver. Geschwindigkeitsreduzierung, erhöhte Bremsbereitschaft und besondere Aufmerksamkeit im Schulumfeld können Leben retten.
Alleine in der Polizeizone Weser-Göhl gab es im vergangenen Schuljahr 1.552 festgestellte Zuwiderhandlungen im Schulumfeld. 1.158 davon durch Geschwindigkeitsüberschreitungen. Auch wenn die diesjährige Kampagne die Autofahrer nicht in den Fokus rückt, mahnt Zonenleiter Daniel Keutgen gerade vor Schulen zu besonderer Vorsicht.
"Der Appell ‘Fuß vom Gas’ ist in jedem Jahr gegeben. Wir wissen ja, dass die Reaktionszeit bis man zum Stehen kommt bei hoher Geschwindigkeit größer ist. Die Folgen bei einem Unfall mit hoher Geschwindigkeit sind weitaus dramatischer, als Unfälle mit niedriger Geschwindigkeit. Der beste Fall ist, wenn man vor einem Hindernis zum Stehen kommt."
Manuel Zimmermann





.... und wenn die Erwachsenden mit dem Rad unterwegs sind, sollen diese wissen oder soll diesen beigebracht werden, dass Bürgersteige KEINE Radwege sind.
Mitteilung hiervon kann an die Polizei gerichtet werden.