Wegen des Feuers im Hohen Venn ist der provinziale Notfallplan ausgelöst worden. Betroffen ist der Bereich der "Fagne des Deux-Séries" in der Nähe des Kreisverkehrs Drossart zwischen Eupen und Baraque Michel auf dem Gebiet der Gemeinde Baelen. Es ist derzeit streng verboten, das Venn zu betreten. Auch die Straßen und Parkplätze sind gesperrt.
Nach Stand von 20 Uhr hat das Feuer sich auf mehr als 100 Hektar ausgebreitet. Auf einer Pressekonferenz erklärte Nicolas Yernaux, der Sprecher des Öffentlichen Dienstes der Wallonie, dass das Feuer noch längst nicht unter Kontrolle sei.
"Es kann noch Wochen dauern, falls es nicht regnet. Allerdings ist die Lage nicht mit dem Vennbrand von 2011 vergleichbar, damals war es noch trockener", sagte Yernaux. In den meisten Fällen seien Feuer vom Menschen geschaffen, das sei sehr wahrscheinlich auch jetzt der Fall.
Knapp 100 Feuerwehrleute der Zonen DG, Warche-Amblève-Lienne und Vesdre, Hoëgne & Plateau sind im Einsatz. "Aktuell gibt es keine Verletzten unter den Feuerwehrleuten. Ob Menschen vor Ort betroffen sind, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht. Wir bitten deshalb dringend darum, das Gebiet zu meiden", sagte Caroline Magermans, die Pressesprecherin der Gemeinde Baelen.
Zwei Hubschrauber der föderalen Polizei sind vor Ort. Sie sind mit sogenannten Bambi Buckets ausgestattet. Das sind Wasserbehälter, mit denen Löschwasser über dem Brand abgeworfen werden kann. Auch der Zivilschutz ist vor Ort.
Mithilfe von Drohnen wird der Brand überwacht. Quads und andere Fahrzeuge versuchen, die Flammen zu löschen. Es kommt zu starker Rauchentwicklung, die kilometerweit zu sehen ist.
Das Feuer war gegen 13 Uhr ausgebrochen. Gegen 14:30 Uhr erstreckte sich die Brandfläche auf rund einen Hektar. Gegen 16:30 Uhr waren schon 80 Hektar durch den Brand zerstört worden.
Von Baraque Michel waren am Freitagmorgen zunächst noch die Rauchwolken des Großbrandes in Hürtgenwald zu sehen, später wurde die Sicht dann vom Qualm des Brandes im Venn verdeckt.
Gerd Xhonneux, ehrenamtlicher Steward im Hohen Venn, hatte den Brand gegen 13 Uhr gemeldet. "Heute Morgen habe ich mir gedacht: Tu was Gutes, geh ins Venn und halt die Augen auf, obwohl es sehr warm ist und nicht viele Leute im Venn unterwegs sind, kann doch immer ein Brand entstehen."
"Und ja, zum Glück stand ich auf der Aussichtsplattform von der Fontaine Périgny und in der Tat ist in Richtung Fagne des Deux-Séries ein Brand ausgebrochen", sagte er dem BRF.
Radio-Interview mit Gerd Xhonneux im Player:
moko/re/cr/mh/km



























War eine Frage der Zeit, dass es im Hohen Venn brennt.
Das Feuer war um 13.30h schon vom Kreuz Aachen aus zu sehen... schrecklich!
Wir kommen aus Mützenich, weiß man bereits in welche Richtung sich das Feuer ausbreitet ?
Vielen Dank
Danke an alle die im Einsatz sind , diese Feuer zu löschen.
Mein grosser Repekt für die Feuerwehrleute vor ort. Stay safe.
Wir waren vor 3 Wochen noch dort wandern. Schade für die Natur und eine Quittung an die Menschheit. Wann werden „Die“ wach, die „den Knall“ noch nicht gehört haben. Hoffe sehr bald! An der „eigenen Nase“ habe ich mich schon gepackt, denn Flugzugreisen haben wir eingedämmt bzw. ersetzt. Viel Spass beim Schützen für unsere Nachfolger (:-))
Wer draußen rauchen möchte, ob zu Fuss oder im Auto sollte keine Zigaretten in die Natur schmeißen, nicht einmal die Asche abstreifen.
im Auto hat man einen Aschenbecher und für unsere Zweibeiner zu Fuß gibt es Reiseaschenbecher.
Übrigens für die die es noch immer nicht kapieren, die Filter der Zigaretten sind Gift für die Natur und darf man nie auf den Boden schmeißen.
Ich verstehe die Menschen von heute nicht mehr, egal wohin ich gehe der Müll wird gesammelt und in der nächsten verfügbaren Tonne entsorgt.
Ein Dank und ein Hoch an den Einsatzkräften und passt bitte auf euch auf