Der Medienrat der Deutschsprachigen Gemeinschaft betont in einem Schreiben die besondere Bedeutung des GrenzEchos für die Medienlandschaft in der DG. Hintergrund ist die geplante Fusion der beiden Mediengruppen IPM und Rossel. Das GrenzEcho gehört zu Rossel.
Der Medienrat befürchtet, dass die Zukunft des GrenzEcho durch die Fusion in Gefahr geraten könne. Er hat deshalb an die Wettbewerbsbehörde (ABC) geschrieben und sie gebeten, den Fortbestand der einzigen deutschsprachigen Tageszeitung in Belgien zu sichern. Die Wettbewerbsbehörde kann bei Fusionen den Vertragspartnern Bedingungen auferlegen, ohne die die Fusion nicht stattfinden darf.
Die Behörde nimmt die Bemerkungen des Medienrats zur Kenntnis, weist aber darauf hin, das sich aus ihrer Sicht durch die Fusion keine Veränderung für das GrenzEcho ergibt. IPM sei nicht im Segment der deutschsprachigen Presse tätig. Es biete keine Konkurrenz zum GrenzEcho von Rossel an. Daher sei die Existenz der Zeitung durch die Fusion an sich nicht gefährdet.
Oft werden bei Fusionen von zwei Verlagshäusern ähnliche Produkte zusammengelegt. Diese Gefahr besteht demnach hier nicht. Die Wettbewerbsbehörde betont außerdem, dass sie auf grundsätzliche strategische Entscheidungen eines Unternehmens keinen Einfluss hat. Das bedeutet, Rossel darf weiterhin eigenständig über das GrenzEcho entscheiden.
mitt/ake
Langfristig wird das Grenz-Echo so oder so verschwinden. Dies weil immer weniger Leute sich dafür interessieren und weil die Zuschüsse der DG immer weniger zu rechtfertigen sind. Es ist ein alter Dinosaurier, der nicht mehr in unsere Zeit passt.