Der Gouverneur der Provinz Lüttich, Hervé Jamar, hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, verantwortungsbewusst zu handeln, und die Notrufnummer 112 nur in sehr dringenden Fällen zu kontaktieren. Nur so könne die Einsatzfähigkeit der Rettungsdienste gewährleistet werden, die seit Beginn der Hitzewelle stark beansprucht werden.
Wegen der vielen Anfragen wurde der Lütticher Rettungsdienst durch vier zusätzliche Rettungswagen verstärkt, darunter einen aus der Provinz Luxemburg. Nach Angaben des Provinzgouverneurs steht auch die Nummer 1733 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter sehr starkem Druck. Am Montag geht die Hitzewelle zu Ende und es wird kühler. Sonntagabend sind allerdings stellenweise erneut Gewitter möglich.
In der Nacht zu Sonntag hatten Unwetter für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr gesorgt. Das Königliche Meteorologische Institut hat in der Nacht landesweit 8.800 Blitze gezählt.
Unwetter sorgen für zahlreiche Feuerwehreinsätze - Person durch umstürzenden Baum getötet
belga/rtbf/est
M.E. sollte generell - evtl. mittels Werbung - den Menschen vermittelt werden, dass der Notruf 112 für NOTFÄLLE gedacht ist. NICHT für banale Bauchschmerzen und sonstige Lapalien. Für diese Situationen gibt es die Bereitschaft der Hausärzte (1733).
Es ist unglaublich wieviele dieser Lapalien die Notaufnahmen belasten. Nicht zu vergessen: wenn Krankenwagen für eine Lapalie unterwegs sind, muss ein wirklicher Notfall warten und sein Leben ist gefährdet