Der Flughafen Lüttich bleibt weiter auf Wachstumskurs. Bis Ende Mai lag das Frachtaufkommen zehn Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Nach dem starken Jahr 2025 könnte der Flughafen 2026 sogar einen neuen Rekord erreichen.
Sorgen bereiten dem Flughafen allerdings die Folgen des Nahostkonflikts und die neue EU-Steuer auf günstige Pakete aus Nicht-EU-Ländern.
Ab dem 1. Juli wird auf solche Sendungen eine Abgabe von drei Euro fällig. Da insbesondere der chinesische Onlinehandel eine wichtige Rolle für den Frachtverkehr in Lüttich spielt, rechnet Flughafenchef Laurent Jossart mit möglichen Auswirkungen auf die Transportmengen.
Trotz der Unsicherheiten kündigte der Flughafen auch positives Wachstum an: Ab Oktober will die lettische Fluggesellschaft AirBaltic Passagierflüge ab Lüttich anbieten.
Wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Wallonie
Laut einer Studie der Universität Lüttich unterstützt der Frachtflughafen direkt, indirekt und durch wirtschaftliche Folgeeffekte insgesamt mehr als 12.000 Arbeitsplätze. 2024 entfielen demnach rund 5.000 direkte Jobs auf den Flughafen. Weitere Stellen entstehen bei Zulieferern und Dienstleistern.
Wegen des starken Frachtwachstums rechnen die Forscher mit weiter steigenden Beschäftigungszahlen. Flughafenchef Laurent Jossart betont zudem, dass ein Großteil der Beschäftigten aus der Provinz Lüttich stammt.
mitt/belga/re