Fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe fordert die Ecolo-Fraktion im Eupener Stadtrat ein Umdenken bei der Neugestaltung des ehemaligen Campingplatzes "Hertogenwald".
Die Grünen sprechen sich vehement gegen die Pläne eines internationalen Investors aus, in der Unterstadt 62 Ferienchalets in unmittelbarer Nähe zur Weser zu errichten. Statt einer dichten Bebauung der Flussaue fordert die Partei, das Areal als natürliche Pufferzone für den Hochwasserschutz zu nutzen, und kritisiert zudem eine mangelnde Transparenz im Genehmigungsverfahren.
Claudia Niessen von der Ecolo-Fraktion betont die Notwendigkeit, aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen und den Hochwasserschutz an diesem sensiblen Standort zu priorisieren. "Weil wir aus Studien auch wissen, dass dieser Ort immer wieder als Ort genannt worden ist, dem man eine gewisse Aufmerksamkeit schenken soll", so Niessen.
"Diese Aufmerksamkeit bezieht sich nicht darauf, noch dichter zu bauen, sondern eben dieses Gelände möglicherweise auch als Hochwasserschutzgebiet auszuweisen, beziehungsweise als Retentionsfläche. Das heißt, dass diese Fläche zukünftig mehr Wasser aufnehmen kann als aktuell."
Manuel Zimmermann