In Bütgenbach fiel der Startschuss für die Initiative einer gemeinsamen Resolution. Dort setzt man darauf, möglichst viele Gemeinden einzubinden, um den Druck zu erhöhen. "Je mehr Leute sich bemerkbar machen, umso mehr wird man in der Wallonischen Region reagieren – so hoffe ich", sagt Forstschöffe Herman Josef Pauels.
Unterstützung kommt auch aus Eupen. "Aber hallo! Das werden wir auf jeden Fall unterstützen", sagte Forstschöffe Joseph Thaeter. Die Lage sei insgesamt "eher katastrophal". Im Forstamt Eupen sind derzeit mindestens vier Stellen unbesetzt.
Noch ist die Situation im Forstamt Elsenborn stabil – allerdings nur vorübergehend. "Aber nächstes Jahr werden zwei von den vier Förstern pensioniert. Und wenn die nicht ersetzt werden, haben wir ein großes Problem in der Gemeinde. Wir sind auf das Forstamt angewiesen", so Hermann Josef Pauels.
Neben Eupen und Bütgenbach wollen auch Lontzen und Raeren die Resolution unterstützen. Hintergrund ist die wachsende Belastung der Forstdienste. Förster übernehmen zahlreiche Aufgaben – von der Kontrolle der Jagd über den Schutz vor illegaler Müllentsorgung bis zur Pflege von Kontakten mit Anliegern.
Schon jetzt zeigen sich Folgen: Durchforstungen bleiben liegen, Aufforstungen kommen langsamer voran. Das gefährdet langfristig die Stabilität der Wälder und damit auch Einnahmen aus dem Holzverkauf.
Zudem könnte der Einstellungsstopp auch Verwaltungsstellen betreffen. "Da darf keiner mehr krank werden", beschreibt ein Förster die angespannte Lage. In den Gemeinden wächst zudem der Verdacht, die Wallonische Region könnte langfristig darauf setzen, dass Kommunen selbst die Kosten für Forstpersonal übernehmen. Thaeter reagiert darauf deutlich: "Dann sollen sie es uns auch sagen!"
Manuel Zimmermann
Hoffentlich bringt diese Resolution etwas und alle ziehen an einem Strang? Wahrscheinlich gibt's rund um Namür wenig Wald.....