In der Kammer ist diese Woche ein Entschließungsantrag gebilligt worden, in dem ein weiterer Ausbau der Zusammenarbeit in Sicherheits- und Verteidigungsfragen mit Luxemburg und den Niederlanden gefordert wird.
Der ostbelgische Kammerabgeordnete Luc Frank (CSP-Les Engagés) war als Berichterstatter an dem Verfahren beteiligt. Eine engere Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden, Luxemburg und Belgien - auch im Rahmen des europäischen Pfeilers der Nato - sei kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, so Frank. "Die Zeiten, in denen wir uns allein auf die Präsenz anderer verlassen konnten, sind vorbei", sagte er.
Laut dem Entschließungsantrag sollen die bereits bestehenden Kooperationsprogramme mit Luxemburg und den Niederlanden gestärkt werden. Das könnte etwa durch gemeinsame Ausbildungen oder eine vertiefte Zusammenarbeit auf industrieller Ebene unter Einbeziehung kleiner und mittlerer Unternehmen geschehen.
Frank ist der Ansicht, dass die Zusammenarbeit der Benelux-Länder als Modell für Europa dienen könnte. "In einer veränderten Sicherheitslage müssen gerade kleine Länder wie Belgien, Luxemburg und die Niederlande mehr zusammenarbeiten. Lieber ein verlässlicher Nachbar als ein weit entfernter Partner", so Frank.
mitt/moko