Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft fordert nach wie vor, die landesweite Krankenhausreform regional zu differenzieren und die beiden Krankenhausstandorte in St. Vith und Eupen zu erhalten. Das hat Gesundheitsministerin Lydia Klinkenberg am Mittwoch im PDG-Ausschuss bestätigt.
Die Kriterien müssten an die geografischen und sprachlichen Besonderheiten angepasst werden. Die Ministerin reagierte auf eine Frage des SP-Abgeordneten Björn Klinkenberg, der sich auf eine Aussprache zu diesem Thema im wallonischen Parlament berief. Die dort von ihrem Amtskollegen Yves Coppieters erteilten Informationen habe sie selbst schon vor Monaten im PDG gegeben, so die Ministerin.
Das bestätigten andere Ausschussmitglieder, die darauf pochten, dass bei diesem Thema zusammen mit den Krankenhäusern "an einem Strang gezogen" werden müsse. Im Übrigen hindere die PDG-Abgeordneten nichts daran, bei ihren Parteikollegen im Landesinnern für den Erhalt der Krankenhausstandorte in Eupen und St. Vith zu werben. Damit zielten sie offen auf die Parteizugehörigkeit des federführenden Föderalministers Frank Vandenbroucke von der sozialistischen Vooruit ab.
sp