Am Dreiländereck in Ouren, wo der Ribbach in die Our fließt, treffen sich Deutschland, Luxemburg und Belgien. Der Ort steht schon lange als Symbol für Europa, für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und länderübergreifende Freundschaften. Um das zu unterstreichen, wanderten am Samstag Gruppen aus jeweils einem der drei Länder Richtung Dreiländereck, wo auch ein Denkmal für Europa steht. Das Denkmal wurde 1977 auf Initiative der EVEA, der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen, aufgestellt.
"Das Europadenkmal ist sowieso etwas ganz Besonderes, denn hier treffen drei Grenzen zusammen und die Menschen hier pflegen seit vielen, vielen Jahren enge Beziehungen. Es sind Freundschaften entstanden und es ist schon ein ganz besonderer Ort hier", erklärt Franz Bittner, der internationale Präsident der EVEA.
Anlass für den Festtag war auch die Einweihung des 100. Jugendwanderweges. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der deutschen Wanderjugend. "Wir wollten Jugendliche motivieren, Zeit in der Natur zu verbringen, und haben deshalb Strecken ausgesucht, die für diese Zielgruppe besonders interessant sind. Deshalb haben wir entschieden, die acht Kilometer lange Strecke hier ums Dreiländereck als einhundertsten Weg auszuweisen", so Bittner.
Und noch ein Projekt steht in Ouren an: Das Europadenkmal soll restauriert werden. Die Finanzierung steht. Diesen Sommer sollen die Arbeiten beginnen. "Wir müssen versuchen, diesen Ort wieder etwas lebendiger zu gestalten, denn es ist ein Ort, von dem auch eine Botschaft ausgeht. Wir haben das Projekt auch 'Denk mal an Europa' genannt. Das steht auch für 'denke mal': Es sollen von hier aus Impulse ausgehen, es ist ein Appell, sich für Europa zu engagieren. Dieser Appell ist heute vielleicht wichtiger ist denn je", meint Franz Bittner. Bestenfalls erstrahlt das Monument nächstes Jahr zu seinem 50-jährigen Bestehen in neuem Glanz.
Anne Kelleter






Ja, es gab sie wirklich. Franzosen wie Schuman und Degaule, denen ernsthaft einer Überwindung dieser fürchterlichen Feindschaft "Frankreich gegen Deutschland" gelegen war.
Behalten wir diese Akteure alle positiv in Erinnerung!
Damit wir eines Tages mal wirklich den "Neuen Eisernen Vorhang" der Ausgrenzung in dieser EU überwunden bekommen.
Deutsch-Sowjetische Freundschaft der alten DDR bleibt mir zusätzlich zu Menschen wie Schuman und Degaule zusammen mit Gorbatschow im Zeichen von Glasnost und Perestroika positiv im Herzen!