Die Deutschsprachige Gemeinschaft möchte Eltern stärker an den Kosten der Kinderbetreuung beteiligen. Das betrifft die außerschulische Betreuung (AUBE) und die Kleinkindbetreuung.
Ministerin Lydia Klinkenberg erklärte, die Anpassungen geschähen auf Wunsch der Dienstleister und seien sozialverträglich gestaltet, nämlich so, dass höhere Einkommen mehr beitragen. Durch den geplanten Erlass rechnet die Regierung mit Mehreinnahmen von rund 390.000 Euro zugunsten des Zentrums für Kleinkindbetreuung (ZKB).
Aus der Opposition kommt Unterstützung für die Maßnahme. Das sagte die Ecolo-Fraktionsvorsitzende Fabienne Colling bei einer Frage zum Thema am Mittwoch im Parlament. Sie findet die Anpassungen nötig, um den Haushalt der DG zu entlasten und die Kinderbetreuung langfristig zu gewährleisten.
Colling wollte aber auch wissen, ob die Finanzierung des ZKB angesichts steigender Personalkosten langfristig gesichert sei. Ihrer Rechnung nach reichten die Mehreinnahmen nicht aus, um die Mehrkosten künftig zu decken. Ministerin Lydia Klinkenberg versicherte, dass die Kinderbetreuung eine Priorität der Regierung und die Dotation des ZKB abgesichert sei.
ake