Am Lütticher Flughafen ist seit dem 25. März eine Lieferung mit mutmaßlich militärischem Material auf dem Weg nach Israel von den Zollbehörden festgesetzt. Nun will sich die Wallonie der Klage der flämischen NGO Vredesactie anschließen. Das meldet die Nachrichtenagentur Belga.
Konkret geht es um eine Transitladung, die über Lüttich abgewickelt werden sollte und verschiedene technische Komponenten umfasst, die möglicherweise militärisch genutzt werden können. Die Fracht wurde nach einer Anzeige von Vredesactie kontrolliert. Die Zollbehörden führten Ende März mehrere Kontrollen durch, konnten die genaue Einordnung der Güter jedoch zunächst nicht eindeutig festlegen.
Erst im weiteren Verlauf wurden Experten hinzugezogen. Diese bestätigten laut ersten Einschätzungen, dass Teile der Lieferung als militärisches Material - unter anderem Komponenten für Zielsteuerung und Luftfahrttechnik - eingestuft werden könnten.
Die Wallonische Region geht davon aus, dass für den Transit eine entsprechende Genehmigung erforderlich gewesen wäre. Wer diese hätte beantragen müssen – der Versender oder ein Logistikunternehmen – ist noch Gegenstand der laufenden Untersuchung.
belga/re