Der ostbelgische Regionalabgeordnete Patrick Spies (SP/PS) fordert eine koordinierte Strategie zur Bekämpfung von Waschbären in der Wallonie.
Der Bestand der invasiven Art wird mittlerweile auf auf 70.000 bis 100.000 Tiere geschätzt. Trotz ihres niedlichen Äußeren stellten Waschbären eine ernsthafte Bedrohung für die heimische Artenvielfalt dar, schreibt Spies in einer Pressemitteilung.
Die Wallonische Landwirtschaftsministerin Anne-Catherine Dalcq (MR) bestätigte auf seine Frage im Parlament hin den hohen Waschbärbestand und die damit verbundenen Herausforderungen. Eine vollständige Ausrottung sei nicht mehr realistisch, sagte sie. Deshalb konzentriere sich die Bekämpfung derzeit darauf, die Tiere einzufangen.
Dazu sollten Bürger sich Hilfe bei der Gemeinde holen, so Dalcq. Zahlreiche Gemeinden stellen kostenlos Fallen zur Verfügung und kümmern sich um alles Weitere, bis hin zur Entsorgung der Kadaver.
Für Spies dürfen die Gemeinden nicht auf den Kosten der Aktion sitzen bleiben. Er fordert, dass die Wallonische Region sich ihrer Verantwortung stellt und sie nicht allein auf die Gemeinden abwälzt. Der angekündigte regionale Managementplan müsse klare Zuständigkeiten und gerechte Kostenverteilungen regeln, so Spies abschließend.
mitt/ake
Im Ernst! In Deutschland ist das jagen dieser invasiven Art ganzjährig erlaubt (Jagdberechtigung und Waffenschein vorausgesetzt), genau wie Schlachtung und der Verzehr zum privaten Gebrauch bzw. nach einer veterinärmedizinischen Beschau darf das Tier auch in den Handel (Metzgereien und Fleischereien können gerne angefragt werden) gebracht werden.
Einfach mal bei Google nachschauen!
In Hamburg gibt oder gab es einen Imbiss der das angeboten hat. Bon appétit ...
Da man das Problem der Waschbären in der Wallonie nun endlich anpacken will, sollte man bei gleicher Gelegenheit auch Maßnahmen für die Bekämpfung der Nutrias (Biberratten) beschließen. Auch dies invasive Art hat sich rapide in Westeuropa ausgebreitet und dafür bedarf es m.E. keiner getrennten Debatte im Wallonischen Parlament.