NRW hat Sicherheitsbedenken wegen Verschiebung des Atomausstiegs

Das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen hat nach der Verschiebung des belgischen Atomausstiegs Sicherheitsbedenken geäußert und fordert die intensive Prüfung der Anlagen.

Atomkraftwerk von Tihange (Archibild: Eric Lalmand/Belga)

Archibild: Eric Lalmand/Belga

Zwar handele es sich um eine souveräne Entscheidung jedes Staates, wie er seinen Strombedarf decken wolle. Im Interesse der Bürger der EU müssten dabei aber natürlich die Sicherheitsanforderungen und damit auch die Belange der europäischen Nachbarn berücksichtigt werden, teilte das NRW-Wirtschafts- und Energieministerium am Samstag mit.

Tihange 3 liegt 60 Kilometer von Aachen entfernt. Die Stadt Aachen und die deutsche Bundesregierung hatten schon öfters gefordert, die 50 Jahre alten Reaktoren stillzulegen.

dpa/vk

3 Kommentare
  1. Manz Hannelore

    Das gefällt mir,sich in Belgische Angelegenheiten mischen und selbst in großem Maße den Krieg in der Ukraine bezahlen.Das diese Reaktoren von verschiedenen Unternehmen untersucht würden wäre mir auch angenehm, aber woher Strom nehmen wenn unsere Politiker, genau wie die Deutschen jahrelang geschlafen haben?

  2. Roland Lejeune

    @Manz Hannelore
    Ganz zu schweigen v. den „sauberen Braunkohlekraftwerken“ !

  3. Maria van Straelen

    Bei dem wirklich großen Gau in Fokoschima wurde (als es am schlimmsten war) bei den durchaus um Sicherheit bemühten Japanern zunächst 10 km um das Kraftwerk evakuiert, danach erweitert auf 30 km. Da ist Tihange für die gefährdeten Aachener immerhin noch doppelt so weit. Und wenn man sich mal nach Nord-Osten wenden würde, statt immer nur nach Westen, würde man entdecken, dass Jülich Luftlinie unter 30 km von Aachen entfernt ist. Da liegt noch jede Menge hochgiftiges Zeugs rum. Vielleicht sollten wir hier in Ostbelgien mal Plakate drucken lassen… (sagt eine Atomkraftgegnerin, die jedoch nicht hysterisch ist)