Corona-Cluster im Seniorenheim Golden Morgen

Die Zahl der Corona-Infizierten in den Wohn- und Pfegezentren der DG ist diese Woche innerhalb von nur einem Tag von null auf 14 angestiegen.

Seniorenheim (Illustrationsbild: Dirk Waem/Belga)

Illustrationsbild: Dirk Waem/Belga

Das geht aus den Statistiken des Gesundheitsinstituts Sciensano hervor, die das Bürgerinformationsportal der Deutschsprachigen Gemeinschaft veröffentlicht.

Eine Nachfrage des BRF beim zuständigen Ministerium ergab, dass es in dem Wohn- und Pflegezentrum Golden Morgen in Walhorn einen Corona-Cluster gibt. Aktuell seien 14 Bewohner positiv getestet worden, hieß es seitens des Kabinetts von Gesundheitsminister Antoniadis.

Wie der Minister mitteilte, befinde sich niemand in einem Krankenhaus. Außerdem weise keiner der Infizierten auffällige Symptome auf. Den Angaben zufolge wurden die Bewohner und die beiden Personalmitglieder getestet. Das geimpfte Personal befinde sich symptomlos in Quarantäne.

Zwölf der 14 Bewohner seien vollständig geimpft, die beiden anderen hätten eine erste Impfdosis erhalten. Die Heimleitung richtete eine Covid-Station ein.

Das Virus sei durch eine ungeimpfte Pflegekraft ins Zentrum gelangt. Nun soll festgestellt werden, um welche Virusvariante es sich handelt.

cd

9 Kommentare
  1. Nadine Zinke

    Und wieder heißt es ein ungeimpfter
    Man ist sich schon klar dass auch geimpfte das Virus verbreiten kann und da sieht man es immer schön Druck ausüben Wahnsinn

  2. Lutz-René Jusczyk

    Danke für diesen Beitrag, der zeigt, wie sinnvoll Impfungen gegen das Coronavirus sind.
    Leider werden solche Fakten von den Impfgegnern nie zur Kenntnis genommen oder geflissentlich ignoriert.
    Ich bin mir sicher, dass ohne Impfungen der Bewohner/-innen der Ausgang nicht so glimpflich verlaufen wäre.
    Dass die Person, die das Virus in die Einrichtung getragen hat, eine ungeimpfte Pflegekraft war, spricht ebenfalls Bände.
    Offen gestanden kann ich nicht nachvollziehen, warum Menschen, die in pflegerischen Einrichtungen tätig sind, die dort Lebenden dem Risiko einer Infektion aussetzen, die bei einem Impfdurchbruch tödlich verlaufen kann.
    Ich wünschte, die Heimleitungen würden zwecks eines optimales Schutzes der Bewohner/-innen Impfungen zur Pflicht machen.

  3. Heike De Bruecker

    Bei allem Respekt , Herr Jusczyk,
    aber ich möchte schon gerne wissen, wie man darauf kommt, dass eine ungeimpfte Pflegerin die Infektionen verursacht haben soll. Es gibt auch Verwandte, die sich nicht impfen lassen.
    Auch Geimpfte können den Virus übertragen.
    Vorweg: Ich bin geimpft

  4. Erika Lambertz

    Liebe BRF-Redaktion,
    mit Entsetzen habe ich heute morgen diesen Beitrag gehört. Die Frage, die sich mir als erstes stellte war: „Hier wird behauptet, dass eine ungeimpfte Pflegekraft das Virus in die Einrichtung getragen hat. Gibt es für diese Behauptung hieb- und stichfeste Beweise?“ Wenn ja, dann würde mich interessieren, wie diese zustande kamen. Wenn nein, dann finde ich es unverantwortlich, eine solche Behauptung öffentlich zu artikulieren. Die betreffende Person wird zumindest in ihrem Umfeld namentlich bekannt sein. Übernehmen Sie die Verantwortung für die Anfeindungen, die dieser Mensch jetzt mit Sicherheit über sich ergehen lassen muss? Wir leben in einer Zeit, in der ständig vor Hass und Hetze gewarnt wird. Sollte das dann nicht für alle Menschen gelten? Ich mache mir große Sorgen.

  5. Lutz-René Jusczyk

    Frau Lambertz, verzeihen Sie mir bitte, aber ich finde Ihre Argumentation ein wenig schräg.
    Sofern eine Pflegekraft nicht aus medizinischen Gründen keine Impfung empfangen darf, sehe ich keinen Grund, warum sie sich weigert, eine solche verabreicht zu bekommen.
    Wer in so einem Bereich arbeitet, trägt doch auch eine Verantwortung für diejenigen Personen, die einem anvertraut sind.
    Ich habe echt wenig Verständnis dafür, wenn jemand billigend in Kauf nimmt, dass sich Pflegebedürftige infizieren, nur weil die/der betreffende Pfleger/-in sich meist aus irrationalen Erwägungen heraus einer Impfung verweigert.
    Es wird Zeit, dass endlich aufgehört wird, zu behaupten, Geimpfte seien genauso ansteckend wie Ungeimpfte. Leider schrecken Impfgegner nicht davor zurück, derartige Lügen zu verbreiten.
    Im Übrigen wird in dem Beitrag keine Personen namentlich genannt.

  6. Heike De Bruecker

    Herr Jusczyk,
    Es ist aber so. Geimpfte können andere anstecken. Geimpfte unter sich , egal, da sie ja kaum bis minimal erkranken. Trifft ein Geimpfter mit Virenlast auf einen ungeimpften Menschen, so hat der Ungeimpfte gute Chancen, an Covid zu erkranken, und nicht unbedingt einen milden Verlauf erleben

  7. Erika Lambertz

    Herr Jusczyk, in meinem Kommentar geht es nicht um das Für und Wider einer Impfpflicht für Pflegekräfte, sondern darum, dass ich es nicht für legitim halte eine solche Behauptung ohne Vorlage jeglicher Beweise in den Raum zu stellen. Gilt nicht im Zweifel für jeden Menschen erst einmal die Unschuldsvermutung?
    Oder ist für Sie ein Mensch schon deshalb schuldig, weil er sich aus Gründen, die weder Sie noch ich kennen, nicht impfen lassen möchte. Nach jetzigem Kenntnisstand können doch auch Sie nicht vorhersagen, welche Langzeitfolgen diese neuartigen Impfstoffe nach sich ziehen könnten. Wir sollten uns deshalb nicht anmaßen über kritisch denkende Menschen zu urteilen.

  8. Lutz-René Jusczyk

    Werte Frau Lambertz, von denjenigen, die bereits vor über einem halben Jahr gegen das Coronavirus geimpft wurden, ist nicht ein einziger Fall bekannt geworden, bei dem Langzeitfolgen aufgrund der Impfung aufgetreten sind.
    Gleichwohl können solche nach einer Infektion in Form von Long-Covid entstehen.
    Es geht nicht darum, irgendjemanden an den Pranger zu stellen, sondern die Frage ist: Wie kann ein optimaler Schutz von Pflegebedürftigen gewährleistet werden?
    Dies geschieht zum einen, indem sich die Betroffenen selbst impfen lassen, aber ebenso die Pflegekräfte.
    Das eigentliche Problem ist ein ganz anderes, nämlich, dass einige eher irgendwelchen dubiosen Quellen aus dem Internet vertrauen als seriösen Medien und Instituten.
    Gezielt gestreute Falschinformationen werden für bare Münze gehalten, so z.B. dass Geimpfte genauso zur Ausbreitung des Virus beitrügen wie Ungeimpfte, oder man vermutet hinter der Pandemie eine von der Pharmaindustrie lancierte Initiative mit dem Ziel der Gewinnmaximierung.
    So etwas unhinterfragt zu übernehmen, ist m.E. das genaue Gegenteil von kritischem Denken.

  9. Walter Keutgen

    Lutz-René Jusczyk, vielleicht war die ungeimpfte Pflegekraft ob der Priorisierung und ihres jungen Alters noch nicht an der Reihe. Vielleicht hat sie einen medizinischen Grund. Ansonsten finde ich, auf die eine ungeimpfte zu zeigen, auch deswegen schlecht, weil Geimpfte auch den Virus übertragen können, eben weniger als Ungeimpfte.