Reserveliste Qvax: Erste Nachrücker in Eupen geimpft

Am 6. April ist die Webseite qvax.be online gegangen - mit großem Erfolg. Allein am ersten Tag registrierten sich rund eine halbe Million Menschen in der Reserveliste für eine Corona-Impfung. Seit Dienstag werden auch im Eupener Impfzentrum erste Nachrücker von der Reserveliste geimpft.

Im Coronavirus-Impfzentrum in Eupen (Bild: Melanie Ganser/BRF)

Im Coronavirus-Impfzentrum in Eupen (Bild: Melanie Ganser/BRF)

„Mein Sohn wohnt in Spanien seit zwei Jahren – und ich will unbedingt dahin. Ich habe ihn jetzt sehr viele Monate nicht gesehen und das ist für mich ein Grund, mich schnell impfen zu lassen“, sagt eine der Glücklichen, die am Dienstag früher als erwartet einen Impftermin ergattern konnten. „Und sowieso ist es ja besser, sich impfen zu lassen, damit wir uns endlich wieder bewegen können und unsere Freiheit bekommen.“

Auch anderen Personen kann es gar nicht schnell genug gehen: „Ich bin Risikopatientin und wollte so früh wie möglich geimpft werden“, erzählt eine andere Impf-Kandidatin.

So früh wie möglich geimpft werden, das wollen auch rund 3.200 weitere Menschen. So viele haben sich nämlich in die Qvax-Reserveliste für das Eupener Zentrum eingetragen. Vorrang haben aber immer diejenigen, die auch in der Impfkampagne an der Reihe sind, erklärt Jérôme Michel, Koordinator des Eupener Impfzentrums: „Das funktioniert eigentlich nach demselben Prinzip wie die normalen Einladungen. Die Priorität ist genau dieselbe – nur, dass du vielleicht eine Woche oder zwei früher drankommst als der normale Impftermin. Es werden jetzt keine 25-Jährigen eine SMS bekommen, um geimpft zu werden.“

Rund 15 Personen von der Reserveliste wurden bislang in Eupen geimpft. Nach einem ersten Testlauf am Samstag hat man erst jetzt am Dienstag so richtig damit begonnen. Zuvor war noch die ostbelgische Warteliste für bestimmte Berufsgruppen und Ehrenamtliche abgearbeitet worden. Aber viel Spielraum bleibt ohnehin nicht: „Pro Tag werden dann wahrscheinlich so fünf bis sechs Personen über diese Liste eingeladen – hängt immer vom Tag ab“, sagt Jérôme Michel.

Insgesamt läuft in Sachen Impfkampagne alles nach Plan – wobei im Eupener Impfzentrum auch noch Luft nach oben bleibt: „Wir könnten noch mehr impfen, hätten wir ein bisschen mehr Impfstoff. Aber bisher läuft alles so, wie es eingeplant war. Wir mussten keine Termine absagen, weil der Impfstoff nicht kam. Wir haben genau das bekommen, was wir ein bis zwei Wochen vorher auch schon wussten. Es läuft ganz gut im Moment“, so Jérôme Michel.

Derzeit sind die Risikopatienten unter 55 an der Reihe. Sobald die alle eingeladen wurden, geht es weiter mit den Unter-65-Jährigen – angefangen bei den Ältesten bis hin dann zu den 18-Jährigen.

Melanie Ganser

14 Kommentare
  1. Lutz-René Jusczyk

    Für die Registrierung ist leider eine belgische Handynummer zwingend erforderlich.
    Mir einer Nummer aus dem benachbarten Ausland oder nur mit einer E-Mail-Adresse funktioniert es nicht.

  2. Edgar Fink

    @ Lutz-René Jusczyk
    Als in Belgien wohnhafter Bürger verfüge ich logischerweise über eine belgische Telefonnummer. Es sei denn, ihr Lebensmittelpunkt ist weiterhin im benachbarten Ausland. Oder wie sehen sie das?

  3. Serge Dollendorf

    @Edgar Fink
    Stimmt leider so nicht. Sehr viele Einwohner die in einer Gemeinde wohnen die ans benachbarte Ausland grenz und/oder die dort ganztägig arbeiten haben einen Nummer aus dem Ausland. In Reuland of Luxemburg.
    Mfg

  4. Lutz-René Jusczyk

    @Edgar Fink: Ich habe nur eine deutsche Festnetznummer von einem VoIP-Provider, die ich auf meinem Smartphone im In- und Ausland verwende. Auf diese Weise bin ich überall telefonisch erreichbar, wo es einen Internetzugang gibt.
    Auf der besagten Seite kann ich mich damit jedoch nicht anmelden.

  5. Peter Mertens

    @ Herr Fink
    Menschen im Grenzgebiet haben oft keine belgischen Handynummer aber eine belgischen Festnetznummer, wo ist dann ihr Lebensmittelpunkt…..?

  6. Nancy Schmitz

    Sehr wahrscheinlich ist die belgische Telefonnummer teurer als eine deutsche, deshalb wird dann lieber gespart, der gleiche Grund ist es ja auch weshalb so viele Deutsche nach Belgien ziehen oder so viele noch mit deutschem Kennzeichen fahren !

  7. Lutz-René Jusczyk

    Mein Lebensmittelpunkt ist auf dieser Erde. Ich fühle mich durch und durch als Weltbürger; – auch wenn ich nur eine deutsche Festnetznummer habe. 😀

  8. Uwe Chemnitz

    @Nancy Schmitz:

    Achja ich zog nach Belgien, (11 Jahre) weil es mir sehr gut gefällt, und nicht um Vorteile zu haben.
    mal bitte nicht ALLES über einen Kamm scheren….danke

  9. Peter Mertens

    @NANCY SCHMITZ
    Mittlerweile haben auch viele Grenzgänger ein Firmenhandy das auch privat benutzt werden darf, warum also eine weitere belgische Rufnummer benutzen.
    Genauso ist es mit Firmenwagen mit deutscher Zulassung.
    Sind die Belgier so schlechte Autofahrer das die Versicherung so teuer ist, ich sage Nein, es gibt nur zu wenig Konkurrenz oder zu viele Absprachen
    Nicht nur bei den Versicherungen auch bei der Telekommunikation.
    Wie sonst können sie mir erklären das ein Tel+ Internetanschluss bei Proximus doppelt so teuer ist als bei der Deutschen Telekom.

  10. Edgar Fink

    @PETER MERTENS
    Falls sie es noch nicht gemerkt haben, mit einer normalen belgischen Festnetznummer kann man sich dort eintragen. Man braucht dazu keine Handynummer.
    @LUTZ-RENE JUSCZYK
    Tja, man kann es eben nicht immer allen Minderheiten recht machen. Vielleicht 0,001 % der Gesamtbevölkerung Belgiens. Man könnte ja eine Petition gegen diese fatale Ungerechtigkeit starten. Nur mal so eine Überlegung.

  11. Rainer Kleine-Tebbe

    Die Telefonnummer ist kein Pflichtfeld. Dann kommt die Info per email. Ich habe meine DE-Handynummer hinter den Namen geschrieben und das Feld für die Handynummer leergelassen. Die Anmeldung war so problemlos möglich.
    Für die bekannten Nationalisten im Forum: Covid ist die Nationalität egal, von daher macht es sicher Sinn, auch uns Grenzgänger zu impfen. Auch wir würden im Zweifelsfall ein belgisches Intensivbett belegen…..

  12. HG Schmitz

    @Edgar Fink
    Kann ihr Festnetztelefon denn auch SMS empfangen?
    Mein Anschluss kann es leider nicht.

  13. Edgar Fink

    @HG SCHMITZ
    Wozu brauchen sie SMS?
    Telefonnummer genügt vollkommen um sie im Bedarfsfall kontaktieren zu können

  14. Arnold Bauens

    Schon interessant wie man sich in einer Komentarfunktion so weit vom Thema des Artikels entfernen kann 🙂
    Seien wir froh das es ein so gut funktionierendes System wie Qvax in Belgien gibt.