Fahrradboom dauert an – auch in der Region

Fahrräder sind weiterhin heiß begehrt. Der Fahrradboom dauert an - seit Corona noch viel mehr. So sehr, dass viele Fahrradkäufer sich auf längere Wartezeiten einstellen müssen, weil die Nachfrage ständig steigt und die Hersteller nicht nachkommen. Das ist zum Beispiel auch in Eupen der Fall.

Fahrrad (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / mihtiander)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / mihtiander

Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Fahrradkauf noch deutlich verstärkt. Die Nachfrage steigt, das Fahrrad nimmt einen immer größeren Platz ein. Das wissen auch diejenigen, die jeden Tag mit Kaufwilligen Kontakt haben. So wie Alain Lamberty, Geschäftsführer von Eupen Pneus – Cars & Bikes: „Corona hat den Verkauf begünstigt. Man kann auf jeden Fall von einem Boom sprechen, weil wir in unserer Theorie vermuten, dass die Leute, weil sie nicht in Urlaub fahren können, Spaß daran haben, ihr Geld hier zu investieren, um von Freizeitmöglichkeiten zu profitieren. Das machen sie überwiegend mit dem Fahrrad.“

Die Corona-Pandemie hat zwar die Nachfrage nach Fahrrädern kräftig angetrieben, doch so schnell, wie man sich ein Fahrrad wünscht, kann man es nicht kaufen. Geduld ist gefragt.

Der Fahrradboom hat auch zur Folge, dass die Fahrradwerkstatt voll ausgelastet ist, sei es für Reparaturen oder Wartung der Fahrräder. Für zusätzlichen Schwung hat das Leasing von Dienstfahrrädern gesorgt, denn immer mehr Arbeitnehmer steigen aufs Rad um und fahren so zur Arbeit.

Ein negativer Nebeneffekt des Fahrradbooms ist, dass die Zahl der Unfälle, in die Radfahrer verwickelt sind, im ganzen Land zugenommen hat. Nach Angaben des Verkehrssicherheitsinstituts Vias ist dies durch die Zunahme des Fahrradverkehrs auf den Straßen bedingt. Ein weiterer Nebeneffekt: Auch die Zahl der Fahrraddiebstähle hat zugenommen. So geht die Föderalpolizei davon aus, dass täglich in Belgien 232 Räder gestohlen werden.

Chantal Delhez

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3 Kommentare
  1. Anja Wotschke

    Und wie viele der Drahtesel landen im Schrott wenn der ganze Wahnsinn mit Corona und dessen Beschränkungen und Einschränkungen mal zu Ende ist und man wieder wie zuvor normal verreisen usw usw darf und kann ? Seh noch den Berg Fahrräder vor mir der in den Jahren 2005, 2006 entsorgt und eingesammelt wurde….teils waren die echt alt Eisen und die die noch ‚gut“ waren kamen entweder nach Brüssel in nee samnelstelle zum verschiffen nach Afrika oder auch teils zu 3R und andre Secondhandläden zum verkauf…..Die Hype Fahrrad wird auch wieder zu Ende gehen, sicher !

  2. Jean-Pierre DRESCHER

    Genau dies ist ein Beispiel für das was zur Spaltung der belgischen Gesellschaft führen wird – das immer harschere Auftreten der Profiteure der Krise. Damit meine ich nicht Eupen-Pneus sondern all die Extremsportler die sich wie unerwünschtes Treibgut jedes Jahr immer mehr vermehren und zur Gefahr für Fußgänger und Haustiere werden.

    Wer Extremsport treibt und vor allem bei den Fahrradpreisen sich das teuerste Fahrrad kauft sorgt automatisch für Missmut bei allen, denen nicht nur der Spass verloren gegangen ist wegen der Covid-Einschränkungen.

  3. Peter Mertens

    Ich fahre in den trockenen , wärmeren Tagen immer mit dem Fahrrad.
    Leider gibt es in den Grenzregionen der DG sehr wenig Fahrradwege, da fühlt man sich nicht so sicher.
    Spätestens in den Niederlanden ist es ein Traum zu fahren, da muss Belgien noch viel ändern

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