Jamar: Venn-Verbot ab dem 1. Januar 2021 8:00 Uhr

Das Hohe Venn wird für drei Tage gesperrt. Die Sperrung betrifft die Parkplätze und die Durchfahrt durch das Hohe Venn. Das hat der Provinzgouverneur Hervé Jamar beschlossen, weil in den letzten Tagen zu viele Menschen ins Hohe Venn gefahren sind.

Parkplatz am Signal de Botrange am Sonntagmorgen (Archivbild: Nicolas Lambert/Belga)

Parkplatz am Signal de Botrange am 27. Dezember (Bild: Nicolas Lambert/Belga)

Die Sperrung gilt ab Freitag bis einschließlich Sonntag und betrifft die Zeit jeweils zwischen 8 Uhr und 17 Uhr.

Touristen dürfen ab dem 1. Januar nicht mehr das Hohe Venn aufsuchen, um spazieren zu gehen. Auch die öffentlichen Parkplätze sollen gesperrt werden. Die Vennstraße, die N68, und die N676 sollen ab Freitag in beide Richtungen gesperrt werden. Außerdem ist es dann verboten, entlang der Straßen und Wege zu campen.

Darauf haben sich der Provinzgouverneur, die betroffenen Gemeinden, die Polizei und die Deutschsprachige Gemeinschaft verständigt.

Der Massenansturm von Touristen aus Belgien und den Nachbarländern habe in den letzten Tagen mehrere Probleme verursacht. Zum einen seien zu viele Menschen auf zu kleinem Raum zusammengekommen. Das verstoße gegen die Grundsätze, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Zum anderen hätten die vielen Autos für Verkehrsprobleme gesorgt und der Massenansturm Schäden an der Natur hinterlassen, erklärte ein Sprecher der Provinz.

Die Provinz Luxemburg hat schon ab heute den Zugang zur Baraque de Fraiture gesperrt.

belga/rtbf/vrt/est/js/okr

3 Kommentare
  1. Lutz-René Jusczyk

    Kleine Maßnahme, große Wirkung.
    Dass man da nicht eher drauf gekommen ist.

    Der Andrang im Hohen Venn zeigt natürlich auch, wie Corona-müde die Bevölkerung nach einem Jahr Pandemie inzwischen ist.

  2. Edgar Fink

    Die Tagestouristen werden ausweichen und die Autobahn Richtung St. Vith rege nutzen, und die Runde um den See in Bütgenbach u. Umgebung, Ravell, … wird von Besuchern und Touristen übervölkert sein.

    Bitten und Empfehlungen haben nachweislich in den letzten Tagen absolut nicht gefruchtet.

    Vielleicht sollten die Eifeler Bürgermeister sich dazu durchringen, vorbeugend zu reagieren.

    Die Bürgermeister von Vielsalm und Manhay (Provinz Luxemburg) gehen mit gutem Beispiel voran!

  3. Halmes Ignaz

    Ist ja gut die Maßnahmen aber meine Tochter arbeitet in Eupen und das auch am Wochenende auch sie darf nicht fahren müsste über Rötgen und Raeren fahren um zu ihrer Arbeit zu kommen sie müsste dann schon um 4 .30 Uhr fahren um pünktlich zu sein der Gouverneur hat das ja nicht nötig