Weitere Lockerungen für Seniorenheime

In den Wohn- und Pflegezentren für Senioren in der DG gibt es derzeit nur noch einen Corona-Infizierten. Deshalb treten ab kommender Woche weitere Lockerungen in Kraft. Das teilt Sozialminister Antonios Antoniadis mit.

Demenz (Illustrationsbild)

Illustrationsbild: Maxime Anciaux/Belga

Die Gruppenaktivitäten in den Seniorenheimen werden schrittweise wieder hochgefahren. Damit erhöhen sich auch die sozialen Kontakte und der Austausch der Senioren untereinander.

Ab Dienstag sind zwei Besucher pro Heimbewohner erlaubt. Weitere Lockerungen was die Besuchskontakte angeht, sind in Vorbereitung.

Ab Dienstag dürfen auch wieder externe Dienstleister rein, zum Beispiel Frisöre, medizinische Fußpfleger und Seelsorger.

mitt/vk

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32 Kommentare
  1. Angela Lingrön

    ..Friseure dürfen rein, Fusspfleger dürfen rein…von wo kommen Sie ,aus welchen Geschäftsräumen ,mit wie vielen Kontakten? Angehörige werden ausgeschlossen, dürfen die Bewohner nicht mal berühren? Was ist das für eine Unverhältnismässigkeit? Medizinisches Personal darf in Fitnessstudios, ins Kino, ins Tattoo Studio, darf Familienfeiern mit 30 Leuten besuchen…weshalb darf ich als Mutter nicht wirklich zu meinem Sohn, weshalb darf ich ihn nicht berühren, wo er hauptsächlich über basale Stimulation wahr nimmt….ist das human?

  2. Silke Krolow

    Gilt das auch für MV

  3. Annette Börner

    Die Heime und Krankenhäuser vor den Angehörigen zu schließen, ist das grausamste, was Corona den Menschen angetan hat. Als ich einen Anruf vom Heim erhielt, dass ich meine Mutter nicht mehr besuchen durfte, wusste ich sofort, dass sie diese Zeit nicht mehr schaffen würde. Und so war es dann auch. Ich durfte dann zum Schluss zwar zu ihr, aber die 4 Wochen vorher fehlen mir mit ihr. Es war eine schlimme Zeit. Und der Gedanke, dass sie uns verlassen hat, weil ich sie nicht mehr besucht habe, bleibt. Zumal ich vorher 7 Jahre lang mindestens 5 x die Woche bei ihr war.

  4. Petra Pechmann

    Ab wann darf man wieder im Zimmer besuchen?? Diese Besuche hinter Trennscheibe geht gar nicht. Im Zimmer kann man auch Mundschutz und Abstand halten!

  5. Brigitta Hagendorf

    Es ist vor allem mit dement erkrankten Angehörigen sehr schwierig jetzt Kontakt zu halten, denn es kann nur eine Kommunikation aus der Vergangenheit stattfinden. Das kann man nicht beim Fensterln etc.

  6. Anneliese Böddiker

    Man sollte auch mal an die Menschen denken die sich jeden Tag um die Patienten kümmern und sich von ihren Angehörigen fern halten um alle zu schützen wenn durch die Öffnungen dann einer corona mit ins Haus bringt ist das Geschrei groß und die Pflegekräfte sind die dummen

  7. Diana Elia

    Meine Mutter ist seit 30 Jahren an einer schweren Depression erkrankt und lebt seit einem halben Jahr im altenheim, wir sind 3 Geschwister und dürfen meine Mutter 2 mal in der Woche für 30 Minuten mit Abstand besuchen. Es ist Menschenunwürdig die eigene Mutter nicht in den Arm zu nehmen wenn sie weint . Man sitzt oder steht dort und ist total hilflos .ich hatte schon selbst einen corona Test auf eigene Kosten durch geführt ,ich bin corona frei ! aber man sagte mir das trotz allem der Abstand eingehalten werden müsse. Traurig und schmerzhaft was unsere Eltern und Großeltern aushalten müssen, ich bete das sich bald der normale Alltag auch für diese Menschen wieder einstellt.

  8. Manuela Baumann

    Ich arbeite im seniorenheim und erlebe es live mit. Es ist schon sehr hart für uns alle. Ich verstehe die Angehörigen. Aber es sind Vorschriften die wir nicht machen. Es kommt von oben. Hoffe auch das alles bald wieder normal läuft. Mir fehlen auch die Aktivitäten und die Gemeinsamkeit mit dem Senioren. Ich habe auch schon festgestellt das Bewohner nach den Besuch wieder voller Hoffnung sind und auf blühen. Was mich sehr glücklich macht. Habt noch etwas Geduld. Ich weiß auch die Senioren haben diese Zeit nicht. Bleiben sie gesund

  9. Sigrid Horn

    In meinen Augen gehört das Kontaktverbot und die zeitlich begrenzten Besuchszeiten unter die Kategorie „seelische Grausamkeit“. So kann nicht mit der alten Generation umgegangen werden und schon gar nicht mit Bewohnern, die an einer Demenz erkrankt sind.
    Ich hatte vor der Corona-Infektion fast täglich die Nachmittage mit meiner Mutter verbracht, um wenigstens noch kleine Lichtblicke in ihren Lebensabend zu bringen. Die Vertrautheit zu einer Bezugsperson ist für sie besonders wichtig, was aber auch für alle anderen Demenzkranke zutrifft. Ich bin erschrocken, als ich sie nach Wochen des Besuchsverbotes das erste Mal wieder gesehen habe.
    Ich frage mich oft, was mache ich anders, als das Pflegepersonal. Ich halte mich an die Desinfektionmaßnahmen, trage Schutzmasken. Gehe auch nur nach Hause, komme am nächsten Tag wieder zu Besuch.
    Das Virus grassierte schon über Wochen, da kam erst die Maskenpflicht für das Personal. Wie wurden vorher die Heimbewohner geschützt!! Widersprüche wie bei vielen Maßnahmen!!

  10. Kerstin Kortum

    Lockerungen hier und da. Kaum Lockerungen in Alten-und Pflegeheimen. Wie lange sollen diese
    Menschen noch unter den Kontakteinschränkungen leiden? Mein erwachser Sohn, der nach einem Schlaganfall in einer stationären Einrichtung lebt, will keine Besuche mehr empfangen, weil er seid Wochen getrennt durch eine Plexiglasscheibe mit seinen Angehörigen kommunizieren muss. Mund-und Nasenschutz, Hände desinfizieren,bei den immer mehr sinkenden Coronaansteckungen müßten reichen. Nicht nur die gesunden Menschen sollen wieder Spaß am Leben haben. Wir als Angehörige, passen gut auf unsere Lieben auf.

  11. Claudia Kokkot-Würthele

    Ich habe meine Mutter aus dem Heim genommen, welches bis zum heutigen Tag nur 30 min pro Woche Besuche erlaubt und das ohne Berührung! Die Pfleger ohne medizinischen Mundschutz herumlaufen, nur selbstgenähnte unprofessionelle Masken ( viel zu groß oder zu klein) die das Kochen nicht überstanden haben. Sie gehen jeden Tag nach Hause, dürfen alle Lockerungen genießen, aber die alten Menschen dürfen noch nicht einmal von ihren Liebsten angefasst werden, sie dürfen nicht raus an die frische Luft… was mit unseren alten Menschen gemacht wird und mit ihren Familien ist menschenrechtsverletzend. Ich verstehe nicht, warum sich das die Angehörigen gefallen lassen und nicht Klage erheben. Meine Mutter kommt in kein Heim mehr. Sie hat Pflegegrad 4 und so lange es geht, pflege ich sie nun zu Hause. Nach 11 Jahren Pflegeheimen habe ich die Nase gestrichen voll.

  12. Felix Richter

    Ich finde die Kommentare sehr interessant zu diesem Thema. Ich arbeite im Heim und das schon das 14 Jahr und habe quasi mein halbes Leben dort verbracht ohne selbst bedürftig zu sein. In allen Meinungen und Kommentaren sehe ich nur die Ohnmacht der Angehörigen. Es wird überhaupt nicht mehr nachgedacht und sofort gradezu geschrien wie Menschenverachtend und alles was in dieses spectrum fällt die Situation ist. Und das man dringend zurück muss zum „alten Standard“. Was ich erlebe ist ein Struktur Wandel, vorher wurden wir Pfleger meist so unmenschlich von den Angehörigen behandelt das ich oft dachte es wird Zeit das Pfleger dasein an den Nagel zu hängen. Und jetzt in der kriese ist es noch schlimmer. Alle machen sich Sorgen um ihre liebsten und lassen ihren Frust ungehemmt an uns Pflegern aus. Ohne diese Regel würde das Chaos im Heim herschen. Hilfe und Verständnis braucht es.

  13. Birgit Verbücheln

    Armseliges Deutschland!! Kann mich den Kommentaren hier nur anschließen. Es ist eine Verletzung der Menschenrechte. Unsere Eltern und Großeltern haben viel erlebt und viel für das Land getan. Und so dankt man ihnen dafür. Beschämend!! Wie oft hört man von der Politik, dies oder das kann man nicht machen, bei unserer Vergangenheit. Tja, aber unsere alten Menschen wegsperren, dass geht! Meine Mutter zieht jetzt ins Pflegeheim und es tut mir weh. Umzug darf nur 1 machen. Möbel rein tragen und alleine aufbauen??? Merkt ihr alle noch was? Für dieses Land muss man sich schämen.

  14. Barbara Zehle

    Meine 90jährige demente Mutter kam nach einem Krankenhausaufenthalt direkt ins Heim, da sie nicht mehr alleine zu Hause zu recht kam. Ich besuchte sie dort das erste Mal schon mit der Beschränkung auf eine Stunde. An dem gleichen Tag erfuhr ich, dass ab sofort Besuchsverbot herrscht. Meine Mutter erlitt im Heim 2 Krampfanfälle und einen Schulterbruch.
    Ich habe meine Mutter nun zweimal die 10 Min. gesehen. Sie in einem Raum drinnen, ich draussen vor dem Fenster. Die Sprechanlage funktioniert nicht richtig.
    Wie elend ich mich fühle, brauche ich wohl nicht beschreiben.

  15. Gabriele Keinath

    Ich finde es auch grausam das ich meine Mutter nur besuchen kann mit Termin, das muss aufgemacht werden.Jeder Tag kann der letzte sein ich finde es grausam. Zumal meine Mutter war als Kriegskind alleine nach Süddeutschland transportiert worden und jetzt ist sie wieder alleine… Eine menschliche Tragödie, und sie ist vor 36 Jahren an einem Virus erkrankt und seither körperlich behindert damals waren es ca. 1500 erkrankte… Das hat niemand interessiert, Pech gehabt hat es geheißen, wir wissen bis heute nicht was der Auslöser war.
    Aufmachen der Pflegeheime ganz DRINGEND… Wir Angehörigen müssen die Pflegeheime mit unserer Anwesenheit unterstützen die sind überfordert. Meine Mama ist dazu noch in Quarantäne weil sie ins Krankenhaus musste, das bedeutet StuhlganG, essen, schlafen usw alles auf 16 qm…. KATASTROPHE…

  16. Monika Voas

    Ich kann nur unterstreichen was Herr Richter geschrieben hat. Natürlich ist es in der jetzigen Zeit für die Heim Insassen sehr schlimm, aber ich ziehe den Hut vor dem Pflegepersonal. Meine Mutter ist seit einen knappen Jahr im Pflegeheim und wird dort gut versorgt, was ich nicht so gewährleisten könnte. Ich bin dankbar und froh und seit 5 Woche können wir sie regelmäßig besuchen, natürlich mit Maske und Abstand und leider noch ohne Berührung. Aber die Vorschriftmaßnahmen dienen ja dem Schutz unserer Senioren .Haben wir noch ein wenig Geduld.

  17. Gertrud Walter

    Ich bin bereits beim Anwalt. Bisher konnte er noch nichts ausrichten. Ich tzeeifle an unserem Rechtssystem und auch an den Richtern. Meine Mutter 98 Halbleiter gelähmt Pflegegrad 5. Blind!!! Und fast Taub!!! Durfte sie jetzt im Gartten besuchen mit 2,5 Meter Abstand. Hat mich nicht wahrgenommen, sie konnte mich weder noch hören. Vor Corona war ich immer 5 Stunden bei Ihr konnte sie streicheln. Da hat sie gemerkt das ich da bin. Es ist seelisch grausam und Menschen würdig. Jetzt war sie sogar wundgelegen. Ich könnte noch viel erzählen. Schuld ist Söder mit seiner Kontaktbeschränkung. Habe den Glauben an die Gerechtigkeit verloren. Super hat eine Muttertagsrede gehalten wie wichtig die Mütter für alle sind. Welch ein Hohn.

  18. Berry Friedrich Verlaan

    Mein Mann ist in einem Pflegeheim er hat Parkinson schon seit 11 Jahren seit 13.3 darf ich ich ihn nicht mehr besuchen war jeder Tag von 13 bis 19 Uhr da er ist sehr einsam und alleine er versteht die Welt nicht mehr und denkt das ich nicht mehr kommen will. Ich darf ihn 0.30 Minuten pro Woche besuchen in der Kapelle. Er hat 7 Kilo abgenommen, hoffentlich schafft er es noch bis die Heimen wieder aufmachen er ist erst 71 Jahre alt

  19. Steffi Anders

    Ich arbeite selber auch in einem Heim und kann die Angehörigen teilweise verstehen. Menschenunwürdig? Wäre ein Corona Befall im Heim besser und wenn die Senioren dann reienweise sterben würde, besser? Das wir rein dürfen und die Angehörigen nicht liegt daran, dass man die Zahl der Menschen dort aufs absolutes minimum reduziert und wir die Menschen pflegen. Wir tun was wir können, damit es den Bewohnern trotzdem gut geht. Wiederspruch bei den Schutzmaßnahmen? Auch die Angehörigen widersprechen sich… Froh das kein Corona im Heim ist, aber alles auf alten Stand fahren wollen. Es ist schlimm, keine Frage. Aber lasst bitte eure Wut, Frust und Enttäuschung an uns aus. Danke

  20. Monika Leinberger

    Wenn ich hier einige Kommentare lese, wird mir schlecht.
    Zum Anwalt gehen, sein Recht einfordern.
    Auch wenn da eine Mutter schon 98 und sehr gebrechlich ist..Sie ist wenigstens alt geworden.. Zur gleichen Zeit kaempfen unzählige wesentlich Juengere, Kinder um ihr Leben und denen geht es mit dem Besuchsrecht nicht anders. Angehoerige Die solchen Mist hier schreiben, denen geht es doch nur um ihren eigenen Frust. Und die Angehoerige die jetzt besonders laut gegen die Regeln in Einrichtungen demonstrieren, sind auch oft die, die vor Corona ihre Angehörigen am wenigsten besucht haben.. Das ist eine Tatsache!!

  21. Birgit Vortanz

    auch meine Mutter ist stark dement und braucht dringend Körperkontakt. Es ist besonders schlimm für sie und noch viel schlimmer für meinen 91 Jahre alten Vater, der lebt in einem eigenen Haushalt. Er ist vor Corona täglich 10 Stunden bei meiner Mutter im Heim gewesen, hat sie gefütter und sie unterhalten. Meine Eltern sind seit ca. 70 Jahren verheiratet, aber sie dürfen aufgrund der unterschiedlichen Meldeadressen ihre, vom Grundgesetz geschützte, Ehe nicht leben. Mein Vater sitzt allein zu Hause und wird immer depressiver. Ich kann sehen wie er selber immer mehr abbaut und er leidet mittlerweile unter Wortfindungsstörung.
    Ich habe schlaflose Nächte und weiß nicht mehr wie ich in bei Laune halten kann. Die zwei Besuche bei meiner Mutter hinter Plexiglas und zusätzlich 2,5 m Abstand waren für uns 3 eine Qual. Wann reagieren endlich die Politker?

  22. Rita Kosslick

    Den Kommentar von Fr. Leinberger finde ich völlig unangebracht !!!!
    Ich war. 17 Jahre in der Pflege und nun bin ich Angehöhriger ,es sind immer zwei Sichtweisen was die Pflege angeht . In vielen der Kommentare steht genau das was ich denke und fūhle und Corona Schutz hin -Corona Schutz her , ein isolieren von Menschen von Familien und Gesellschaft ist nicht richtig .Stetik hören wir von Lockerungen ,was Heime und andere Einrichtungen angeht passiert aber am wenigsten . Mein Vater hat mir gestern eine klare Antwort gegeben ,er möchte nicht wieder nachhause ziehen ,auch das habe ich zu akzeprieren egal wie ich denke und fūhle .

  23. Cornelia Welk

    Wirklich der Kommentar von Frau Leinberger geht gar nicht. Sie sollten sich schämen so etwas hier zu schreiben, den Menschen die Sorge um ihre Angehörigen haben zu verurteilen, etwas vorzuwerfen wann und wie oft jemand besucht wird. Mein Sohn liegt nach einem schweren Schädehirntrauma im Wachkoma und es zerspringt mir auch das Herz ihn nicht besuchen zu dürfen und verfluche seit Wochen die Abstandsregelung. Gern fr. Leinberger möchte ich ihnen sagen, ich besuchte meinen Sohn auch nur alle 4 Wochen (jahrelang) vor Corona, aber dann immer für eine Woche, aber nur weil 500 km zwischen uns liegen. Nun wird es mir verwehrt bzw. 1000 km für eine halbe Stunde 1x im Monat!!! Meinen Sohn liebe ich trotzdem und sehne mich wie alle Anderen nach dem Tag ihn wieder anfassen und besuchen zu dürfen. Und es wird hier sicherlich von Keinem das Pflegepersonal verurteilt.

  24. Liane Wölfel

    Meine Mutter ( PG 5 und dement) ist im März 90 Jahre alt geworden. Das Pflegeheim für meine Mutter habe ich unmittelbar in meiner Nähe gewählt, damit ich sie so oft wie möglich zu mir nach Hause holen kann. Ihren 90. Geburtstag, die Osterfeiertage,am Muttertag und jetzt auch noch die Pfingfeiertage war es das aufgrund der Kontaktbeschränkung nicht möglich, diese mit ihr gemeinsam zu ver-bringen.Bei den Besuchen durchs Fenster in den letzten Wochen merkte ich bereits bei meiner Mutter,das ich auf sie befremdlich wirkte.Jetzt nach der ersten Lockerung erlebe ich meine Mutter hinter der Plexischeibe wie folgt:sie erkennt mich nicht mehr und spricht auch kaum noch mit mir.Ich habe das Gefühl,das meine Mutter mich für eine fremde Person hält.Ich
    bitte die Politiker,das Kontaktverbot in den Heimen aufzuheben,zumindest für einen nahesteh. Angehörigen! Ansonsten befürchte ich,wird meine Mutter wohl nicht an Corona sondern an Vereinsahmung sterben.

  25. Peschl Johann

    Es ist grausam das ich 9 Wochen meine Freundin nicht mehr besuchen könnte und auch Pfingsten nicht .Sie hat Demenz und Epilepsie mit 84 Jahren. Ich war über ein Jahr täglich bei ihr .Plötzlich hat man mich wegen Corona nicht mehr ins Pflegeheim gelassen .Ich durfte zwar rein aber nur 15 Minuten, einmal wöchentlich und nur mit Maske, Handschuhe und Kittel. Das lehnte ich ab .Ich bin auch noch ihr Betreuer .Ich leide sehr ,weil ich sie noch nicht richtig besuchen darf .Habe große Angst das ich sie nicht mehr sehe ,oder erkennt mich nicht mehr .Ich hoffe die Kontaktbeschränkungen werden bald aufgehoben .Haben die Verantwortlichen denn kein Herz und lässt uns so leiden.

  26. Sabine Meyer

    Das öffentliche Leben ist fast zur Normalität zurück gekehrt – leider leben die Senioren in den Pflegebereichen wie im Gefängnis. Meinen 96 jährigen Vater habe ich 2 Monate nicht mehr besuchen dürfen. Das er in den letzten Monaten seines Lebens seine Tochter nicht mehr sehen kann ist für ihn unfassbar, zumal er fast blind und taub ist.

  27. Heidi Schreiber

    Habe eine Tochter mit geistige Behinderung. Sie wohnt in eine 2 WG mit noch einer geistig Behinderten Person zusammen, da diesr Wohnung eine Pflegeeinrichtung gehört fällt sie auch unter diese Harte Regelung. Normalerweise macht sie alles selbst, einkaufen, Arzt ersuche usw. Jetzt darf sie garnichts mehr. Ist zuhause eingesperrt. Der Staat entmündigt die Behinderten praktisch. Werden einfach weggesperrt. Sie ist organisch total gesund. Nur langsamer in Denken. Was macht der Staat mit diesen Menschen? Das man diese Wohnformen nicht von diesen Regelungen rausnimmt. Unverständlich. Man muss hilflos zugucken.

  28. Uta Krause

    Meine fast 89jährige Mutter lebt seit fast einem Jahr im Pflegeheim. Sie ist nicht dement, aber körperlich beeinträchtigt. Dieses Weggesperrt sein,macht sie depressiv. Nicht nach draußen zu können und sich bewegen, ist für sie schlimm. Es findet so gut wie keine Beschäftigung statt. Der ewige Grund heisst Personalmangel. Ich bin hilflos vor Wut, wie entmündigt sich meine Mutter und auch ich mich fühle nichts dagegen tun zu können. Ich kann es nicht mehr hören, dass die Bewohner besonders geschützt werden müssen. Was ist s schlimmer, an Vereinsamung oder an Corona sterben?! So einen Lebensabend hat sie nicht verdient!
    Nach Krieg und Vertreibung ist das jetzt das Schlimmste. Ich hoffe sehr, dass wir noch eine bessere Zeit mit ihr verbringen können.

  29. Uwe Chemnitz

    Das, was man hier teilweise lesen muss, macht mich traurig.
    Also in den Einrichtungen in denen ich arbeite, wird alles dafür getan,
    es den Menschen so angenehm , wie möglich zu machen.
    Und wieder und wieder lese ich Anmerkungen ,da fragt man sich: gehts noch?
    Man sollte doch bitte auch mal mitteilen, in welhcer Einrichtung ein Kommentator Angehörige hat oder arbeitet..
    Vielen Dank!

  30. Christine Hanack

    Auch ich habe eine hochbetagte Mutter im Pflegeheim. Zunächst,da ich selbst Krankenschwester bin, ich schätze und würdige den unermüdlichen Einsatz der Pflegepersonen.
    Doch dass man alte Menschen derart einsperrt, ist menschenverachtend u.grausam u.verletzt das Grundgesetz, Artikel 2. Was bringen 30 Minuten? Zumal ich weiss, dass in anderen Senioreneinrichtungen 1Stunde Besuch erlaubt ist. Ich bin die einzige Tochter und meine Mutter wird immer depressiver.
    Mit der Einrichtungsleiterin hatte ich bereits Dissonanzen. Wäre ich finanziell besser gestellt, würde ich die Mutter dort sofort rausholen!!! Doch meine Wohnung ist nicht barrierefrei etc. Ja, diese Widersprüchlichkeiten machen mich zornig. Friseurin u.Fußpflegerin dürfen das Heim betreten. Ich als Tochter trage auch einen Mund-Nasenschutz u.Überkittel, berühre meine Mutter nicht. Das ist ALLES nur noch hanebüchen!!! Jegliche Gruppenangebote finden nicht mehr statt u.manches wäre wieder möglich. Diese armen alten Menschen vereinsamen völlig!

  31. Martina Rößler

    Ich danke allen Pflegerinnen und Pflegern für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Kreativität das Überleben der Heimbewohner lebenswerter zu gestalten.
    Ich danke Ihnen, die Sie hier berichtet haben, von Ihren persönlichen Eindrücken und Erfahrungen.
    Bitte, schreiben Sie weiter.
    SIE sind die Stimme der vielen einsamen Menschen in Pflegeheimen.
    Ich besuchte meinen Vater 3 bis 4 Mal wöchentlich, meine beiden Tanten in regelmäßigen Abständen, nach Möglichkeit 14 tägig.
    Heute : täglich mehrere Telefonate mit meinem Vater und ein 15-30 minütiger wöchentlicher Besuch, der nicht wirklich einer ist.
    Er ist so dünn geworden und fällt zusehends in ein tiefes Loch.
    Wie viele Menschen sind bereits an Vereinsamung verstorben? Eine davon ist meine Tante.
    Die Aussage in der Palliativpflege : „Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr LEBEN“ gewinnt meines Erachtens in der Altenpflege an neuer Bedeutung.
    Man hat das Möglichste getan, dass die Heimbewohner überleben, jetzt lasst sie bitte wieder LEBEN.

  32. Kurt Merz

    Mann sollte den Bundesrat einsperren und die ganze Regierung mit Wasser- springer Daniel Koch aber es ist halt leichter einen kleinen einzusperren

    Kurt Merz Altersheim 5712

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