In Gruppen bis 50: Weg frei für Jugendlager im Sommer

Darauf hatten viele Kinder und Jugendliche, Jugendbetreuer, aber auch Eltern mit Spannung gewartet: Es wird im Sommer wieder möglich sein, Jugendlager und Ferienanimationen zu organisieren - wenn auch unter Auflagen.

Ministerin Isabelle Weykmans

Ministerin Isabelle Weykmans (Archivbild: Benoît Doppagne/Belga)

Jugendlager und Ferienanimationen werden im Sommer unter Auflagen möglich sein. Das hat der Konzertierungsausschuss beschlossen. Auch Jugendheime und Begegnungszentren können ihre Aktivitäten wieder aufnehmen.

„Ab dem 1. Juli können Animationen für Kinder und Jugendliche stattfinden – Animationen mit oder ohne Übernachtung. Das heißt also, dass das klassische Zeltlager oder aber auch das Lager in einem Haus möglich sein werden. Das alles unter besonderen Auflagen“, sagt DG-Jugendministerin Isabelle Weykmans.

Zu den Auflagen gehört, dass die Gruppe (Kontaktblase oder „Social Bubble“) nicht mehr als 50 Personen umfassen darf. „Die Gruppengröße sollte angepasst sein. Kinder, Jugendliche und Leiter oder andere Betreuer dürfen nicht 50 Personen überschreiten. Und in dieser Konstellation werden dann die Aktivitäten durchgeführt.“

„Natürlich müssen auch die klassischen Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Und es muss vermieden werden, dass man Kontakt mit anderen Personen hat“, erklärt Weykmans. Es gibt unterschiedliche Hygieneregeln für Unter- und Über-Zwölfjährige.

Falls Gruppen daran denken, im Sommer ins Ausland fahren, empfiehlt der Konzertierungsausschuss, im Umkreis von 150 Kilometern zu bleiben. „Um Problemen aus dem Weg zu gehen, wäre das sinnvoll. Um zum Beispiel einen kranken Jugendlichen oder Betreuer wieder nach Hause bringen zu können.“

Bedingungen für Urlaub im EU-Ausland

Am Mittwoch hat Weykmans Belgien bei einem informellen Gespräch der EU-Tourismusminister vertreten. Ziel sei es, im Sommer wieder Urlaub im europäischen Ausland zu ermöglichen, sagt die Ministerin.

Dafür brauche es aber vor allem Transparenz über die Situation in den unterschiedlichen Ländern. „Wie ist die sanitäre Situation? Wie sieht es mit den Versorgungsmöglichkeiten aus? Wie ist die Situation an den Binnengrenzen der jeweiligen Länder? Damit man als Reisender alle nötigen Informationen hat und guten Gewissens seine Reise antreten kann.“

„Diese Plattform wird jetzt von der Europäischen Kommission erarbeitet und die Mitgliedstaaten haben sich bereit erklärt, diese auch mit all den wichtigen Informationen zu füllen und ständig zu aktualisieren, sodass größtmögliche Transparenz und Vertrauen für die Reisenden geschaffen werden.“

Spielplätze dürfen wieder öffnen – Grünes Licht für Ferienlager im Sommer

sp/km

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3 Kommentare
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Was berechtigt die Föderalbeamten jetzt noch, die Grenze abzuriegeln gegen unsere Nachbarnationen wenn Gruppen von 50 Schülern überall und sogar ins Ausland dürfen?

    Sollte alles wirklich so gefährlich sein kann ich DE und LU nur anraten, selber knallhart Grenzkontrollen als Reaktion darauf durchzuführen.

  2. Dietrich Sabrina

    Ich breche hier echt über, die Kinder dürfen nicht normal zur Schule, aber Lager mit bis zu 50 Personen das geht?! Senioren unter 65 Jahren dürfen die Betreuung übernehmen weil man schlicht und einfach nicht weiß wohin mit den Kindern. Liebe Leute die sich diesen Quatsch ausdenken, ich komme mir extrem verar… t vor.
    Macht die Schulen wieder auf, regulärer Unterricht für alle, das sind dann auch nicht mehr Kinder in einer Blase als auf Lager.

  3. Uwe Chemnitz

    Wer und, bitte WIE soll das ablaufen und kontrolliert werden?
    Da werden dann unterschiedlich betroffene Regionen nochmals gut durchmischt, danach gut umrühren, etwas Politikgeschwafel zum Abwürzen, und der ganze Mist fängt von vorne an.

    social bubbles…..Worte gibts…ist ja auch nicht viel, sind ja nur max. 50….
    Man kann das fürs nächste Jahr ins Auge fassen…meine ich…

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