100 Jahre Ostbelgien: Festakt im Senat

In Brüssel ist am Donnerstagabend "100 Jahre Ostbelgien" gefeiert worden. 240 Gäste waren zu dem Festakt im Senat eingeladen, der mit Theater, Tanz und Musik aus Ostbelgien gestaltet wurde.

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch, Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz, Premierministerin Sophie Wilmès, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Senatspräsidentin Sabine Laruelle (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch, Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz, Premierministerin Sophie Wilmès, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Senatspräsidentin Sabine Laruelle (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Mit rund 240 Gästen ist am Donnerstagabend in Brüssel „100 Jahre Ostbelgien“ gefeiert worden. Beim Festakt im Senat würdigten Senatspräsidentin Sabine Laruelle und Premierministerin Sophie Wilmès die gelungene Integration der ehemals preussischen Kreise Eupen-Malmedy in das belgische Staatsgefüge. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet lobte Ostbelgiens Entwicklung als Vorbild für Europa.

Ministerpräsident Oliver Paasch erinnerte daran, dass genau heute vor 100 Jahren der Friedensvertrag von Versailles in Kraft trat und die Entwicklung Ostbelgiens zu einem gleichberechtigten Gliedstaat ein Glücksfall der Geschichte gewesen sei.

Wie Paasch betonte auch Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz, dass die Ostbelgier dem Vaterland dankbar seien für die Autonomie. Dies auch in der Hauptstadt zu feiern, sei wichtig und richtig. „Es war sicherlich gut, das hier in Brüssel zu machen, weil es ja auch darum ging, unsere Zugehörigkeit zu Belgien und die Art und Weise, wie wir dort eingebaut worden sind in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, zu bewerten“, so Lambertz.

„Auch das ist nach den ersten leidvollen 50 Jahren unserer Geschichte eine Erfolgsstory geworden, die keineswegs selbstverständlich ist. Mittlerweile versteht sich Belgien auch als ein deutschsprachiger Staat. Unter jeder der Staatsreformen hat man die Deutschsprachige Gemeinschaft nicht am Rande liegen gelassen, sondern man hat uns korrekt und weitgehend gleichberechtigt in das System eingebaut.“

mb/mg

Ein Kommentar
  1. marcel scholzen eimerscheid

    Eine gute Gelegenheit für die föderalen, regionalen, provinzialen und gemeinschaftlichen Honoratioren sich im ansonsten ziemlich unnützen Senat zu versammeln und zu beweihräuchern. Scheint ja auch alles gut geklappt zu haben. Die Vertreter der DG haben sich, wie es sich gehört, artig für die Autonomie bedankt bei den Hohen Vertretern des Föderalstaates. Für eine Autonomie, die in erster Linie den Parteisoldaten aller Couleur zu Gute kam und noch kommt. Die Demokratie in der DG ist noch sehr ausbaufähig. Was fehlt, sind verbindliche Volksabstimmungen und -Befragungen nach Schweizer Modell. Bei den zahlreichen Begegnungen der DG Vertreter mit den Vertretern der Föderalebene sollte auch dieses Thema mal zur Sprache gebracht werden.