Paasch: Fachkräftemangel eine der größten Gefahren für Ostbelgien

Ministerpräsident Oliver Paasch sieht die Deutschsprachige Gemeinschaft im neuen Jahrzehnt vor großen Herausforderungen. "Wir werden sie nur bewältigen können, wenn wir den Mut zu Veränderungen aufbringen", sagt Paasch in seiner Neujahrsansprache.

„Auch für Ostbelgien gilt: Wir müssen verändern, um zu bewahren.“ Die Regierung habe sich deshalb vorgenommen, grundlegende Reformen durchzuführen, um mit globalen Entwicklungen schritthalten zu können.

Neben einer Reform der Verwaltung stellt Paasch für 2020 unter anderem eine gemeinsamen Struktur für die Krankenhäuser und die Verwirklichung eines Klimaplans für Ostbelgien in Aussicht.

In der Neujahrsansprache verweist Paasch auch auf die Übernahme der neuen Befugnisbereiche Raumordnung und Wohnungswesen: „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es uns gelingen wird, auch mit diesen neuen Befugnissen Mehrwerte für die Bevölkerung zu schaffen.“

„Und wir werden gemeinsam mit dem neuen Fachkräftebündnis für Ostbelgien ein ganzes Maßnahmenpaket verwirklichen, um im Rahmen unserer Möglichkeiten gegen den Fachkräftemangel anzukämpfen. Der Fachkräftemangel ist ganz sicher eine der größten Gefahren für den Standort Ostbelgien.“

rkr/km

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5 Kommentare
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Das Problem des Fachkräftemangels entsteht doch häufig erst dadurch, dass Du für viele Firmen einfach überqualifiziert bist wenn Du zu lange studiert hast auf Hochschule oder Uni. Dann hast Du keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt irgend nen Job zu finden und wirst lebenslang angewiesen sein auf das Soziale Netz gleich mit denen die keinen Schulabschluss oder nur mittlere Reife haben.

  2. Edgar Michaelis

    „…gegen den Fachkräftemangel anzukämpfen…Gefahr für den Standort Ostbelgien“ … die Politik hat diesen Mangel doch wohlwollend selbst produziert und verschuldet ! Was will man da bekämpfen ? Die eigene Dummheit ? …dem Herrn MP geht es nur um „Image“-Pflege !
    Zur „Reform der Verwaltung“… seine Verwaltung ist beteiligt an Unterschlagungen von Sozialversicherungsrechten, durch ONEM/LFA und ADG… genannt „la chasse aux chômeurs“! Die „Reform“ ist notwendig, um sich der Verantwortung nicht stellen zu brauchen! …
    Frohes neues Jahr !!!

  3. Marcel scholzen eimerscheid

    Fachkraeftemangel gibt es nicht. Eine gute Bezahlung plus diverse Vorteile und die Leute kommen. Ein Blick ueber die Grenze genuegt, um zu wissen, wie man Leute anlockt.

    In „L’Echo“ las ich heute morgen, dass 57 % der „salariés“, also Beschaeftigte der Privatwirtschaft, weniger als 1 500 € Rente pro Monat bekommen, aber nur 6 % der „fonctionnaires“, also Beschaeftigte des oeffentlichen Sektor, unter 1 500 € Rente pro Monat bekommen. Da bleibt einem ja nichts anderes uebrig wie ins Ausland arbeiten zu gehen. Belgien ist eben ein Land, wo die Beschaeftigten des oeffentlichen Sektors eine bessere Lobby haben. Die Privatwirtschaft wird von der Politik stiefmuetterlich behandelt. Ist gut genug, um die komplizierte Staatsstruktur und deren Nutzniesser durch ihre Steuerzahlungen zu finanzieren.

    Anstatt staendig zu weinen und zu klagen, sollten konkrete Schritte untetnommen werden, damit sich Arbeiten in Belgien wieder lohnt.

  4. Bernard Ramscheid

    Zu Beginn eines Jahres pflegen viele Politiker Imagepflege, aber wen interessiert dieses leere Gerede? Mich nicht!

  5. Rainer Manz

    Ich muss meinem Vorredner Marcel voll zustimmen. In Ostbelgien gibt es genug Firmen die unter Tarif bezahlen, dann werden die Arbeiter noch zu Überstunden gezwungen, welche schwarz bezahlt werden. Wer nicht mitspielt kann gehen. Ich habe für solche Firmen in Ostbelgien gearbeitet und muss meinen Plan, ein Buch drüber zu schreiben, wohl mal in die Tat umsetzen. Der Titel des Buchs “ Ostbelgische Schweinepriester und ihre Machenschaften“!!

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