Plastikmüll trennen: Neue Option für Nord-Gemeinden der DG ab Dezember

Wir alle produzieren Müll - das lässt sich als Verbraucher kaum vermeiden. Auch wenn Müllvermeidung eigentlich das Ziel sein sollte, ist Recycling schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung. In den nördlichen Gemeinden der DG führt Intradel ab Dezember eine neue Methode ein, um Plastikmüll besser trennen zu können.

Plastikmüll trennen: Neue Option für Nord-Gemeinden der DG ab Dezember (Bild: Lena Orban/BRF)

Plastikmüll trennen: Neue Option für Nord-Gemeinden der DG ab Dezember (Bild: Lena Orban/BRF)

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Plastikmüll  zu entsorgen. Erste Option: Man kann Plastikmüll in den Wertstoffhof bringen. In Eupen trennen die dann den Plastikmüll in drei verschiedenen Containern – Folie, PET-Flaschen und Plastikbehältnisse von Shampoo oder Waschmittel. Da kommt schon einiges zusammen, wie Marcel Langer erklärt: „Im Jahr haben wir rund 90 Tonnen Plastikmüll, die hier abgeliefert werden. Der Müll wird allerdings auf drei Container verteilt. Von den PET-Flaschen haben wir am meisten, das sind etwa 40 Tonnen.“

Da wird der Müll dann auch abgeholt und anschließend recyclt: „Der Müll wird in ein Sammellager gebracht und dort sortiert. Flaschen werden recycelt und zu neuen Flaschen gemacht. Die Folie geht auch ins Ausland und wird da recycelt. “ Marcel Langer ist verantwortlich für den Wertstoffhof.

In den Gemeinden, die mit Intradel zusammen arbeiten – Eupen, Raeren, Kelmis und Lontzen – und auch in wallonische Gemeinden, gibt es den blauen Sack, in den man Plastikflaschen werfen kann und der dann alle zwei Wochen abgeholt wird. Ab Dezember darf man da auch Plastikschalen und -Tuben oder Joghurtbecher rein werfen – das ist neu. Zusätzlich zu diesem blauen Sack wird man in diesen Gemeinden einen durchsichtigen Müllsack nutzen können, der für weichen Plastik gedacht ist – für Folien. Der wird dann alle acht Wochen abgeholt.

Plastikmüll trennen: Neue Option für Nord-Gemeinden der DG ab Dezember (Bild: Lena Orban/BRF)

Plastikmüll trennen: Neue Option für Nord-Gemeinden der DG ab Dezember (Bild: Lena Orban/BRF)

Zur Lösung des generellen Plastik-Müllproblems sagt die Umweltschöffin der Stadt Eupen, Catherine Brüll: „Das müsste man untersuchen, ob da jetzt mehr Plastikmüll entsteht, oder ob der besser sortiert werden kann. Es ist generell die Sache bei allem, dass man wirklich daran denken sollte, Müll zu reduzieren und weniger Verpackungen kauft.“

Müll richtig trennen und recyceln ist schonmal etwas und das ist sowieso nur eine Übergangsphase, denn 2022 sollen die durchsichtigen Säcke wieder wegfallen und es soll dann nur noch einen Müllsack für alle Plastikabfälle geben.

Plastikmüll trennen: Neue Option für Nord-Gemeinden der DG ab Dezember - Catherine Brüll (Bild: Lena Orban/BRF)

Catherine Brüll ist Umweltschöffin der Stadt Eupen (Bild: Lena Orban/BRF)

Lena Orban

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3 Kommentare
  1. Ernst Mathieu

    Mogelpackung es geht um Preiserhöhung. Es muss ein zusätzlicher Sack gekauft werden.
    Bisher konnte mann Blechdosen im Containerpark kostenlos abgeben. Jetzt müssen diese in den gelben Sack. Man muss also mehr gelbe Säcke kaufen.
    Seit Jahren gibt es automatische Sortieranlagen für Plastik. Damit INTRADEL Geld spart, schiebt man diese Arbeit auf den Kunden ab.
    Als Vertragspartner sind hier die Gemeinden gefordert Abhilfe zu schaffen.

  2. Margret Hilgers

    Wo haben Sie denn in diesem Beitrag gelesen,dass Blechdosen nicht mehr im Containerpark kostenlos abgegeben werden können? Ich habe das Wort
    “ Blechdosen“ hier nirgendwo gelesen!
    Hier ging es nur um Plastikmüll !!!!
    Sie haben überhaupt nichts aus diesem Beitrag verstanden.

  3. Nancy Schmitz

    @ERNST MATHIEU : ausserdem sind die Säcke in Belgien Blau, nicht Gelb !

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