ProDG regt Resolution gegen Geoblocking an

ProDG hat eine parteiübergreifende Resolution des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft zum Geoblocking angeregt.

Europawahldebatte des BRF - Lydia Klinkenberg von ProDG (Bild: BRF)

Lydia Klinkenberg von ProDG (Bild: BRF)

Damit soll zumindest für Sprachminderheiten eine Ausnahmeregelung ermöglicht werden. Das schreibt die ProDG-Abgeordnete Lydia Klinkenberg in einer Pressemitteilung.

In Ostbelgien erlebe man regelmäßig, dass bei dem Versuch, deutsche TV-Beiträge im Netz anzuschauen, der Spruch erscheint: „Dieser Inhalt ist in Ihrem Land nicht verfügbar“. Der Grund dafür ist das sogenannte Geoblocking. Dadurch kommt es zur regionalen Sperrung von Internetinhalten durch den Anbieter.

Die Technik kommt insbesondere beim Urheberschutz über das Internet verbreiteter Werke wie Filme und Fernsehübertragungen zum Einsatz. So können Ostbelgier beispielsweise nicht auf TV-Mediatheken zurückgreifen und haben damit einen eingeschränkten Zugang zu Informationen, Dokumentationen oder Filmen in ihrer Muttersprache.

2020 wird die entsprechende Verordnung von der EU-Kommission geprüft.

Paasch und Arimont gegen Geoblocking

Der ostbelgische EU-Abgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) hat seine Forderung nach einer Geoblocking-Lösung für Sprachminderheiten wiederholt. Der Fall Sky zeige, wozu es führen kann, wenn solche Angebote nicht legal für Sprachminderheiten verfügbar gemacht würden. Sprachminderheiten müsse der Empfang audiovisueller Inhalte in ihrer Muttersprache staatsübergreifend möglich werden, sagte Arimont. Diese Forderung habe er in der Vergangenheit immer wieder an die EU-Kommission herangetragen und diesbezüglich auch Gespräche mit Anbietern wie Sky, Netflix oder Amazon geführt.

Ministerpräsident Oliver Paasch hat ebenfalls erneut für Sprachminderheiten ein Ende des Geoblockings gefordert. Der aktuelle Fall „Sky“ zeige, wie notwendig und dringend diese Forderung sei. Es sei nicht normal, dass man in der Deutschsprachigen Gemeinschaft deutschsprachige Medienangebote wie die von Sky nicht legal konsumieren könne. Genau wie im analogen Leben müsse es auch für die digitale Welt ein freies und offenes Europa ohne Grenzen geben.

mitt/rs

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2 Kommentare
  1. Maria van Straelen

    Sky, Netflix, Amazon (?), wie wär`s mal mit ARTE und anderen hochwertigeren Sendern ? Die werden auch staatlich mitfinanziert und sollten daher auch überall in Europa zur Verfügung stehen,

  2. Alfons van Compernolle

    Das der „NDR“ nicht im Kabelnetz ausgestrahlt wird , hat wohl politische Gruende. Ueber SAT. ist er kostenlos zu bekommen.
    Auf meine Nachfrage, warum nicht ueber „Kabel TV“ wurde mir gesagt, dass der NDR in Belgien auf politischen Widerstand trifft.
    In Holland , Frankreich , ja selbst in Polen etc ist das kein Problem, aber in Belgien, leider !!

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