Colin Kraft: Parlamentseinsteiger wird Fraktionsführer

Der BRF setzt die Porträtreihe der neuen Abgeordneten fort, die zum ersten mal ins Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft einziehen. Dabei bräuchte man Colin Kraft eigentlich nicht mehr vorzustellen. Schließlich war er der Spitzenkandidat der CSP mit der dazugehörigen Medienpräsenz.

Colin Kraft von der CSP (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Colin Kraft von der CSP (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Colin Kraft gesteht, dass ihn das Wahlergebnis schon wurmt. Nicht nur, weil es wieder nicht geklappt hat mit einer Regierungsbeteiligung der CSP, sondern auch weil ProDG ständig damit kokettiere, 70 Stimmen mehr als die CSP erzielt zu haben.

Für Colin Kraft persönlich steht jetzt jedenfalls Oppositionsarbeit an – und zwar an vorderster Stelle: „Also das ist eine Entscheidung, die die Fraktion gemeinsam trifft. Wir haben alle Entscheidungen gemeinsam getroffen bisher. Das werden wir auch in Zukunft tun. Selbstverständlich werde ich die Verantwortung für die Fraktion dann auch übernehmen. Ich denke, das ist man den Wählern und der Partei schuldig. Die Fraktion will mich dabei auch unterstützen.“

Die CSP muss sich nach 20 Jahren auf weitere fünf Jahre Opposition einstellen. Da stellt sich die Frage, ob die Christlich-Sozialen ihre Strategie in der Oppositionsausübung ändern werden: „Also als Volkspartei muss man immer konstruktiv arbeiten. Das ist selbstverständlich. Aber, wie im Wahlkampf, werden wir bei unserem Thema bleiben. Das Thema Familie steht da in jeglicher Beziehung im Vordergrund. Da werden wir hart in der Sache bleiben. Aber auch fair zur Person. Das ist unser Stil und das werden wir auch weiterhin so fortführen.“

Seitdem die CSP in der Opposition ist, haben die Christlich-Sozialen bei jeder Wahl einen anderen Spitzenkandidaten aufgestellt. Colin Kraft hat offenbar nichts dagegen, diese Serie zu brechen. Aber diese Entscheidung wird wohl nicht so schnell fallen: „Das ist sicherlich noch ein bisschen zu früh, das zu sagen. Wir haben eine Wahl mit vielversprechenden Kandidaten hinter uns. Aber ich werde natürlich den Auftrag des Wählers in den nächsten fünf Jahren bekleiden. Selbstverständlich stehe ich zur Verfügung. Aber das wird sich zeigen. Das ist auch eine Entscheidung der Partei. Deswegen kann ich dazu noch nichts sagen. Jetzt gilt es erst mal die Arbeit aufzunehmen. Und das werden wir tun.“

Manuel Zimmermann

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