Neueinsteigerin: Diana Stiel (Vivant) im Porträt

Diana Stiel aus Raeren war auf dem zweiten Platz der Vivant-Liste bei der Wahl angetreten. Mit 696 Vorzugsstimmen ist sie eine der Newcomerinnen im Eupener Parlament.

„Ich freue mich auf alles. Ich bin aber auch sehr nervös. Das muss ich ehrlich zugeben. Aber ich freue mich mal den ganzen Ablauf da zu sehen und mitzuwirken“, erklärt Diana Stiel. Sie ist eine waschechte Raerenerin. Die Büroangestellte hat ihre Heimatgemeinde nie verlassen. Den Drang, sich gemeindepolitisch zu engagieren, habe sie aber nie verspürt.

Irgendwie sei die Welt noch in Ordnung in Raeren, sagt sie. Deshalb sei sie auch nie Kandidatin bei den Gemeinderatswahlen gewesen. Doch jetzt wo die beiden Töchter volljährig geworden sind, wollte sie sich für Ostbelgien einsetzen: „Also erstmal bin ich da reingegangen, weil ich gedacht habe: An der Demokratie funktioniert etwas nicht richtig. Das war erstmal der Grund, um überhaupt in die Politik einzusteigen. Jetzt bin ich ja drin. Jetzt muss man zusammenarbeiten. Da interessieren mich also ganz viele Sachen. Frauen interessiert meistens Familienpolitik, Soziales aber auch Kultur. Ich bin da offen für alles.“

Ihren inhaltlichen Schwerpunkt hat Diana Stiel noch nicht festgelegt. „Das möchte ich jetzt mal auf mich zukommen lassen, weil ich mich ja auch noch einarbeiten muss, weil ich ja ganz neu bin. Für Finanzen interessiere ich mich nicht so. Für den Rest bin ich wirklich offen.“

Das Themenfeld Finanzen ist ohnehin ein Steckenpferd von Vivant-Bugbild Michael Balter, der einen sehr temperamentvollen Stil im Parlament pflegt. Diana Stiel möchte ihrem Parteikollegen da auch keine Konkurrenz machen: „Ich bin doch schon eher der ruhigere Typ. Und wenn man Quereinsteigerin ist, kommt man nicht direkt so da an. Vielleicht ergänzt sich das ganz gut.“

Mit Vivant ist der Platz von Diana Stiel in der Opposition. Doch welches Projekt würde sie trotzdem gerne in den nächsten fünf Jahren umgesetzt sehen?  „Mehr Demokratie und richtige Volksbefragungen, damit die Leute besser informiert werden. Ich denke, dass die Leute oft nicht wissen, was sie wählen. Aber jetzt muss man erst einmal schauen, was mit dem Bürgerdialog passiert.“

Manuel Zimmermann

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