Nach dem angekündigten Stellenabbau beim Pharmakonzern GSK in Belgien bleiben die Standorte in Wavre und Rixensart am Donnerstag geschlossen.
Ein Vertreter der sozialistischen Gewerkschaft sagte, seit der Nacht würden die Zugänge für mindestens 24 Stunden von Streikposten blockiert. Die Aktion könne noch weitergehen, sollte die Belegschaft das beschließen. Mittwoch hatte GSK angekündigt, bis zu 1.217 Arbeitsplätze an den belgischen Standorten zu streichen.
Premierminister Bart De Wever hatte am Mittwochnachmittag eine Delegation der Gewerkschaften empfangen und auch mit der Direktion gesprochen. Auch der wallonische Ministerpräsident Dolimont (MR) und Wirtschaftsminister Jeholet (MR) waren bei den Gesprächen dabei.
Die Gewerkschaftsvertreter zeigten sich nach Abschluss enttäuscht. Die Regierung habe ihnen zugehört, aber keine verbindlichen Zusagen gemacht.
Clarinval sieht Warnsignal
Der föderale Wirtschaftsminister David Clarinval (MR) sieht im geplanten Stellenabbau bei GSK ein Warnsignal. Belgien müsse mehr tun, um große Unternehmen ins Land zu holen und hier zu halten. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sei in Gefahr, sagte Clarinval.
Er warnt davor, bestehende Vergünstigungen für Unternehmen infrage zu stellen. Sollten diese Mechanismen angetastet werden, drohten weitere Fälle wie bei GSK.
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