Die GSK-Belegschaft ist geschockt. Zwar hatten die Gewerkschaften mit einer Umstrukturierung gerechnet, aber nicht mit einem solchen Ausmaß. Bis zu 1.217 Arbeitsplätze will GSK Belgien an seinen drei wallonischen Standorten abbauen. Anders als bei der letzten Neuordnung sind diesmal keine Arbeiter betroffen, sondern ausschließlich Angestellte und Führungskräfte.
Der britische Pharmariese GSK hatte unlängst angekündigt, seine Aktivitäten weltweit neu auszurichten. Erstmal soll die Effizienz gesteigert werden. Vor allem will man sich aber auf neue Segmente konzentrieren wie Krebs- oder Immuntherapien. An den drei belgischen Standorten werden derweil vor allem "klassische" Impfstoffe produziert.
Keiner der drei belgischen Standorte werde aber geschlossen, betonte eine Firmensprecherin. Belgien werde auch in Zukunft eine wichtige Rolle innerhalb des Konzerns spielen.
Genau das wollen aber auch die politischen Verantwortlichen sicherstellen. Neben der wallonischen Regionalregierung hat auch Premier De Wever das Gespräch mit den verschiedenen Akteuren gesucht. Nach den Gewerkschaften will De Wever auch noch mit Vertretern der Direktion zusammentreffen.
GSK Belgien gehört zu den größten Arbeitgebern des Landes und insbesondere der Wallonie. In den drei Niederlassungen arbeiten insgesamt 8.500 Menschen.
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Roger Pint