Fast 80 Prozent der Firmenwagen, die im ersten Quartal 2026 in Belgien neu zugelassen worden sind, waren elektrisch. Das geht aus neuen Zahlen des Personaldienstleisters Partena Professional hervor. Das ist eine Zunahme um fast 65 Prozent im Vergleich zu 2025. Für die Analyse hat Partena Professional die Daten von etwa 150.000 Arbeitnehmern in fast 21.000 belgischen Betrieben ausgewertet.
Wie Partena Professional mitteilt, ist der Hauptgrund für diese Entwicklung vor allem finanziell. Die Arbeitgeber würden einfach die Rechnung machen, so ein Experte von Partena. Den Fuhrpark zu elektrisieren beziehungsweise elektrisch zu fahren bleibe steuerlich interessant. Gleichzeitig werde Tanken aber immer teurer, die Schlussfolgerung läge also auf der Hand.
Am deutlichsten ist die Zunahme der Elektroautos bei den neu zugelassenen Firmenwagen im ersten Quartal 2026 laut den Daten in der Wallonie gewesen. Dort betrug der Zuwachs über sieben Prozent. In Flandern war es nicht viel weniger. Lediglich die Hauptstadtregion Brüssel hinkt mit nur rund zwei Prozent Plus deutlich hinterher.
Anteilsmäßig bleibt Flandern Spitzenreiter bei den neu zugelassenen elektrischen Firmenwagen: Fast 84 Prozent der neu zugelassenen Firmenwagen waren hier Elektroautos.
Hybridwagen werden hingegen immer unpopulärer: Ihr Anteil an den neu zugelassenen Firmenwagen ist auf nicht einmal mehr 14 Prozent gesunken landesweit. Im Vergleich zu 2022 ist das fast eine Halbierung.
Dennoch bleibt bei der Elektrifizierung des Fuhrparks noch viel Luft nach oben: Bezogen auf die Gesamtzahl aller in Belgien existierenden Firmenwagen machen Elektroautos noch immer weniger als 30 Prozent aus. Im Vergleich zum Vorjahr hat es hier auch kaum Fortschritte gegeben.
Boris Schmidt