ING entgeht durch die Geldzahlung einer weiteren Strafverfolgung vor Gericht. Der Untersuchungsrichter hatte laut Staatsanwaltschaft genügend Elemente gefunden, um den Verdacht der Beihilfe zur Geldwäsche gegen die Bank vor einem Gericht verhandeln zu lassen.
Die 1,6 Millionen Euro ist der Höchstbetrag, den die Staatsanwaltschaft für Beihilfe zur Geldwäsche in einer außergerichtlichen Einigung einfordern darf. Laut ING ist ihr Einverständnis zur Zahlung des Betrags kein Eingeständnis der Schuld.
Gegen zwei ehemalige Mitarbeiter der Bank, die etwas mit der Geldwäsche-Affäre zu tun haben sollen, wird weiter ermittelt.
ING war eine Hausbank von Didier Reynders. Auf sein Konto bei der Bank hatte er zwischen 2001 und 2017 regelmäßig größere Summen an Bargeld eingezahlt. Später überwies er Lottogewinne auf das Konto. Die Nationalbank war schließlich auf diese Geldbewegungen aufmerksam geworden und hatte Untersuchungen gegen ING eingeleitet.
Nach Bekanntgabe der außergerichtlichen Einigung am Dienstag forderte der PS-Fraktionsvorsitzende in der Kammer, Pierre-Yves Dermagne, endlich einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu der Affäre zu gründen.
Kay Wagner