Zwischen 2020 und 2024 sind in Belgien mehr als fünf Millionen sogenannte kommunale Verwaltungsstrafen wegen Verkehrsverstößen verhängt worden.
Wie aus dem neuen Fünfjahresbericht des Innenministeriums hervorgeht, ist dies ein deutlicher Anstieg. Es handelt sich dabei insbesondere um Verstöße gegen Halte- und Parkvorschriften und die Missachtung eines Durchfahrtsverbots.
Auffallend sind - wie bereits im vorherigen Fünfjahresbericht - große regionale Unterschiede. Der Anteil Walloniens an den Sanktionen für Verkehrsverstöße beträgt nur 8,8 Prozent (451.000) gegenüber 23,6 Prozent (1,2 Millionen) für Brüssel und 67,5 Prozent (3,5 Millionen) für Flandern.
Kommunale Verwaltungsstrafen ermöglichen es den Gemeinden, bestimmte Formen von Belästigungen und lokalen Verstößen ohne Einschaltung eines Strafgerichts zu ahnden. Sie betreffen neben den genannten Verkehrsverstößen insbesondere Probleme im Bereich der Sauberkeit, Lärmbelästigungen, wilde Müllablagerungen und kleinere Sachbeschädigungen.
belga/mh