In Brüssel gehen am Freitag Hunderte Polizisten auf die Straße, um gegen die Regierung De Wever zu demonstrieren.
Gut 500 Polizisten aus allen Landesteilen haben sich am Hauptbahnhof versammelt, um von dort durch das Zentrum zu ziehen. Zu der Protestaktion aufgerufen haben mehrere Gewerkschaften.
Zu den wichtigsten Kritikpunkten zählen zugesagte aber bisher ausbleibende Gehaltserhöhungen, die unzureichende Finanzierung der Polizeidienste sowie die mangelnde Berücksichtigung der Schwere und Gefährlichkeit des Berufs. So will Innenminister Bernard Quintin (MR) die bisherige Praxis abschaffen, dass Beamte am Karriereende weniger fordernde Aufgaben übernehmen können.
Vor allem wehren sich die Polizisten gegen Pläne zur Reformierung ihrer Pensionsregelung. Das Renteneintrittsalters soll von bisher 60 bis 62 auf 65 bis 67 Jahre angehoben heben. Außerdem soll die Pension künftig auf der Basis der gesamten Karriere berechnet werden statt wie bisher auf Basis der letzten zehn Karrierejahre. Dadurch verlieren die Polizeibeamten im Schnitt 400 Euro Pension im Monat.
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