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Mit physischen und virtuellen Absperrungen: Infrabel testet neue Methoden gegen Gleisläufer

09.04.202617:54
  • Brüssel
  • Infrabel
  • SNCB
Kein Zug in Sicht ... trotzdem nicht einfach rüber!
Archivbild: Nicolas Maeterlinck/Belga

Jeder, der oft mit der Bahn fährt, kennt das: Verspätungen sorgen für Stress und Frust. Die Pünktlichkeit der SNCB hat sich im letzten Jahr verbessert. Ein Grund für Chaos im Schienenverkehr sind Menschen  - zum Beispiel, die illegal Gleise überqueren oder an ihnen entlanggehen. Deshalb testet Infrabel neue Methoden gegen diese "Gleisläufer".

Wenn man die Bilder der Überwachungskameras von Schienennetzbetreiber Infrabel sieht, muss man sich manchmal fragen: Kann das echt sein? Können Menschen wirklich so dumm sein und sich in solche Lebensgefahr begeben? Die traurige Antwort lautet: Ja, offenbar kennt die Dummheit beziehungsweise Leichtsinnigkeit mancher keine Grenzen. Und dann noch die Begründungen: Man habe unbedingt noch einen bestimmten Zug kriegen wollen. Oder man habe keinen Umweg nehmen wollen und quer über die Gleise sei viel kürzer gewesen.

Man kann sich nur an den Kopf fassen. Auch, weil das alles andere als Einzelfälle sind, wie Infrabel-Chef Benoît Gilson gegenüber der RTBF unterstreicht. Fast 600 Fälle von Eindringen in den verbotenen Schienenbereich werden pro Jahr offiziell bei Infrabel erfasst - die meisten davon finden in oder in der Nähe von Bahnhöfen statt. Da ist das Überqueren von Bahnübergängen trotz geschlossener Schranken noch nicht mitgezählt. Die Folgen dieses Verhaltens sind so vorhersehbar wie fatal. Rund zehn Personen werden pro Jahr von Zügen erfasst und getötet, weil sie an den Gleisen lang spazieren oder sie überqueren wollen.

Jeder einzelne dieser Todesfälle ist ein Drama. Das ändert aber nichts daran, dass die Zwischenfälle enorm weitreichende Auswirkungen haben können. Dazu muss es noch nicht einmal tatsächlich zu einem Unfall kommen. Allein die Meldung, dass Personen im Gleisbereich unterwegs sein sollen, reicht schon, um den Schienenverkehr im betreffenden Bereich zu unterbrechen, damit diese Personen gesucht und entfernt werden können. Wie die Wellen eines in einen Teich geworfenen Steins breiten sich die Störungen derweil über das ganze Schienennetz aus.

Gleisläufer verursachen pro Tag zusammengerechnet etwa viereinhalb Stunden Verspätungen, hebt Infrabel-Sprecher Thomas Baeken in der VRT hervor. Das ist nur der Durchschnitt, manche Zwischenfälle haben noch weitaus umfassendere Folgen. So wie das Pärchen, das meinte, unbedingt und zu allem Überfluss auch noch mit einem schweren Koffer sage und schreibe 15 Gleise im Brüsseler Nordbahnhof auf einmal überqueren zu müssen. Insgesamt Verspätungen von über 15 Stunden, mehr als hundert verspätete Züge, gestrichene Verbindungen, finanzielle Verluste von über 15.000 Euro waren die Folge.

Der Brüsseler Nordbahnhof ist auch ein Nadelöhr für nationale und internationale Verbindungen und damit extrem anfällig für solche Störungen. In dem Sinn überrascht es nicht, dass Infrabel seine neuen Methoden gegen Gleisläufer hier testet. Am Ende der Bahnsteige stehen jetzt Zäune. Wobei es eigentlich sogar doppelte Zäune sind, jeweils ein relativ hoher, physischer und ein virtueller, mit KI-unterstützten Kameras und Bewegungssensoren, der an das Lautsprechersystem angeschlossen ist. Dieser virtuelle Zaun kommt ins Spiel, wenn der erste, physische Zaun beschädigt, überklettert oder umgegangen werden sollte, erklärt Geschäftsführer Gilson. Damit auch wirklich hinterher niemand mehr behaupten kann, nichts von einem Verbot mitbekommen zu haben.

Das neue System benachrichtigt bei verdächtigen Bewegungen außerdem auch direkt die Verantwortlichen bei Bahn und Polizei, damit möglichst schnell entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können. Logisch: Je schneller eingegriffen wird, desto begrenzter bleiben im Zweifelsfall die Folgen - und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass schwere Verletzungen und Todesfälle noch verhindert werden können.

Boris Schmidt

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