"Europa steht am Rande einer existentiellen Krise", sagte Premier De Wever bei seiner Rede vor dem Antwerpener Industrie-Gipfel, an dem unter anderem auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron teilgenommen haben. Das größte Problem für die Industrie seien die hohen Energiepreise in Europa. Zweiter wichtiger Hemmschuh sei die Bürokratie.
Die EU-Kommission ist sich dessen indes bewusst und arbeitet an einer spürbaren Verschlankung der Regelwerke. "Europa ändert sich durchaus, aber das muss schneller gehen", mahnte Kommissionspräsidentin von der Leyen.
Bei dem Antwerpener Gipfel zogen auch die verschiedenen Wirtschaftsvertreter die Alarmglocke. Der Standort Europa habe derzeit ganz klar einen enormen Wettbewerbsnachteil, so der allgemeine Tenor. Ein weiteres Problem seien die immer noch zahlreichen internen Hemmnisse, die auch den Handel innerhalb der EU immer noch zu sehr bremsten.
Premier De Wever plädierte mit Blick auf den EU-Sondergipfel im limburgischen Alden Biesen am Donnerstag dafür, dass man dort eine Liste von Top-Prioritäten definieren müsse, um dann kurzfristig die wichtigsten Probleme anpacken zu können.
Roger Pint