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Georges-Louis Bouchez ergreift neue Initiative zur Bildung einer Brüsseler Regierung

09.02.202607:15
  • MR
  • Region Brüssel-Hauptstadt
  • Regionalwahl
MR-Chef Georges-Louis Bouchez
MR-Chef Georges-Louis Bouchez (Archivbild: Benoit Doppagne/Belga)

Über 600 Tage nach der Wahl startet MR-Chef Georges-Louis Bouchez eine neue Initiative zur Bildung einer Brüsseler Regionalregierung. Sieben Parteien sind zu einem "Konklave" eingeladen, das bis zu einer Einigung verhandeln soll. Die N-VA bleibt dabei allerdings wieder einmal außen vor.

Der MR-Chef hatte im vergangenen Herbst schon einmal eine Initiative gestartet, um doch noch eine Brüsseler Regionalregierung zu bilden. Dieser Versuch war – wie so viele andere – am Ende im Sande verlaufen. Danach war Bouchez' Amtskollege, der Les-Engagés-Vorsitzende Yvan Verougstraete, in den Ring gestiegen. Er hatte eine Formel ohne die liberale MR getestet, um dann aber vor drei Wochen auch wieder das Handtuch zu werfen.

Jetzt bringt Bouchez seine Partei also wieder zurück ins Spiel. Er lädt sieben andere Parteien zum Konklave ein: die PS und Les Engagés auf frankophoner Seite, und dann noch Groen, Vooruit, CD&V und die flämischen Liberalen von "Anders" - der neue Name der früheren OpenVLD - auf der niederländischsprachigen Seite.

Diese Formel wurde in der Vergangenheit auch schon getestet, mehrmals sogar. Gescheitert war sie immer an der Haltung der flämischen Liberalen, die partout nicht ohne die N-VA einer Koalition beitreten wollten. Die PS lehnte aber ihrerseits jegliche Regierungsbeteiligung eben der N-VA strikt ab.

Ob Bouchez diesmal dieses – inzwischen altbekannte – Patt auflösen kann, ist also die eigentliche Frage. Nach über 600 Tagen Stillstand ist das vielleicht jetzt definitiv der letzte Anlauf - so oder so…

Roger Pint

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