Wer in Flandern eine Wärmepumpe kauft, kann mit Prämien von bis zu 8.000 Euro rechnen.
Das hat der flämische Minister für Wohnen, Energie und Klima, Hans Bonte (Vooruit) in Brüssel zur Eröffnung der Baufachmesse Batibouw bekanntgeben. Flandern möchte damit das energieeffiziente Renovieren erschwinglicher machen.
Die flämische Regierung und der Energiesektor haben eine entsprechende Wärmepumpen-Charta abgeschlossen. Dazu wird auch auf den Einsatz von zusätzlichen Fachkräften gesetzt. Um weitere Anreize für Renovierungsarbeiten zu schaffen, sollen Familien zudem einen Zugang zu günstigen oder zinslosen Darlehen erhalten.
Auch die Stromrechnungen sollen in Flandern günstiger ausfallen: Pro Jahr sollen die steuerlichen Abgaben um 173 Millionen Euro sinken. Dafür werden die Steuern auf Gas und Heizöl angehoben.
Etwa 70 Prozent der flämischen Wohnungen seien dazu geeignet, eine Wärmepumpe einzubauen. Doch nur rund zehn Prozent der Renovierungswilligen würden sich für die CO2-neutralen Wärmepumpen entscheiden, so Minister Bonte.
Auf dem Brüsseler Expo Gelände ist am Samstagmorgen die 67. Ausgabe der Baufachmesse Batibouw eröffnet worden. Bis zum 15. Februar erwarten die Veranstalter rund 200.000 Besucher. Die Batibouw-Messe ist die Gelegenheit, um sich über aktuelle Entwicklungen der Baubranche zu informieren. Vertreten sind rund 300 Unternehmen. Ziel ist, die Auftragsbücher der Branche wieder zu füllen. Alleine im vergangenen Jahr gab es eine Rekordzahl an Firmenpleiten im Baugewerbe.
Gleichzeitig steigt der Druck, bestehende Wohnflächen zu renovieren: Um die EU-Energiestandards zu erfüllen, müssen bis 2050 mehr als neun von zehn Wohnungen in Belgien renoviert werden. Das hat der Branchenverband Embuild bekanntgegeben.
belga/dop