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Sturmtief Goretti und Bauernproteste sorgen für schwierige Verkehrsverhältnisse

09.01.202619:36
  • Bauernproteste
  • KMI
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Bauernproteste am Autobahnkreuz Loncin
Bauernproteste am Autobahnkreuz Loncin (Bild: Eric Lalmand/Belga-

Vor allem im Osten und Südosten des Landes rüstet man sich für Sturmtief Goretti und eine erwartete Schneefront. In Lüttich, Namur und Luxemburg gilt Warnstufe Orange, lokal werden bis zu 25 Zentimeter Neuschnee erwartet. Zusätzlich sorgen Bauernproteste für Verkehrsbehinderungen. Wegen beider Lagen rief die Provinz Lüttich die Provinzphase aus.

Die Warnungen haben offensichtlich Wirkung gezeigt. Das große Verkehrschaos ist - Stand Freitagabend - ausgeblieben. Das heißt nicht, dass die Warnung an sich gegenstandslos gewesen wäre. Die Landwirte etwa hatten tatsächlich ihre Drohung wahrgemacht: Wichtige Verkehrsknotenpunkte wurden schon am frühen Morgen blockiert, unter anderem die wichtigen Autobahnkreuze von Loncin und Daussoulx, und auch mehrere Grenzübergänge. Dort wurde der Verkehr meist nur tröpfchenweise durchgelassen. Das sorgte zwar für Staus, doch hielten die sich meist in Grenzen, weil viele Menschen vorsorglich ihr Auto in der heimischen Garage gelassen hatten...

Dies zum einen eben wegen der drohenden Protestaktionen. Die Bauern wollten nochmal lautstark und entschlossen klarmachen, dass sie das Mercosur-Abkommen ablehnen. Der Tag war nicht zufällig gewählt. Denn an diesem Freitag sollten die EU-Staaten noch einmal über den Freihandelsvertrag mit den südamerikanischen Ländern abstimmen. Das war nötig geworden, nachdem im Dezember noch keine Mehrheit zustande gekommen war. Insbesondere Italien hatte sich quergelegt. Die EU-Kommission nahm daraufhin noch ein paar Korrekturen vor, und jetzt kam auch aus Rom grünes Licht.

Damit war die erforderliche "qualifizierte" Mehrheit erreicht, sehr zum Leidwesen von Ländern wie Frankreich oder Polen, die das Abkommen weiterhin ablehnen. Und eben auch sehr zum Ärger der Landwirte. Das ist ein Desaster, reagierte einer von ihnen in der RTBF auf die Ankündigung. Jetzt wird Fleisch in die EU kommen von Tieren, denen Mittel verabreicht werden dürfen, die hier nicht erlaubt sind.

Weil sie den Eindruck haben, dass ihnen niemand zuhört, ist die Wut bei vielen Landwirten wohl nur noch größer geworden. Wann sie ihre Blockaden aufheben wollen, ist jedenfalls noch unklar. Nicht auszuschließen ist, dass die einen oder anderen "in die Verlängerung" gehen...

Die Bauernproteste waren aber eben nicht der einzige Grund, sich am Freitag besser nicht hinters Steuer zu setzen. Denn Sturmtief Goretti war im Anmarsch. Das Königliche Meteorologische Institut hatte im Vorfeld eine deutliche Warnung ausgegeben: Code Gelb für starken Wind, ergiebige Niederschläge und potenziell winterliche Bedingungen. Für die Provinzen Lüttich, Namur und Luxemburg gilt sogar bis Samstag Warnstufe Orange, also nochmal kritischere Verhältnisse.

Der Sturm an sich war noch vergleichsweise harmlos. Abgesehen von ein paar umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen hatte die Feuerwehr nicht sehr viel mehr zu tun als sonst. Im Vergleich zu anderen Ländern ist Belgien da noch verschont geblieben. In Großbritannien und Frankreich hatte Sturm Goretti regelrecht gewütet, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern. Weil sich Belgien aber im Wesentlichen im Auge des Sturms befand, hielten sich die Auswirkungen hier noch in Grenzen.

Was den Meteorologen - und mit ihnen den zuständigen Behörden - wesentlich mehr Bauchschmerzen bereitete, ist die Schneefront, die das Sturmtief sozusagen im Schlepptau hatte. Im Hohen Venn seien 20 bis 25 Zentimeter Neuschnee innerhalb von 24 Stunden zu erwarten, und auch die tieferen Lagen blieben nicht verschont, sagte in der RTBF David Dehenauw vom Königliche Meteorologische Institut.

Insgesamt werden rund 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter erwartet, stellenweise können es auch bis zu 60 Liter sein. Da die Böden nach der jüngsten Schnee-Episode noch recht gesättigt sind, und in vielen Landesteilen ja schon das Schmelzwasser die Wasserläufe hat anschwellen lassen, muss örtlich mit Überschwemmungen gerechnet werden. Im Osten des Landes wird es aber erst mal wieder weiß. Bis Samstagvormittag dürfte es quasi ununterbrochen schneien.

Bauernproteste und Schneeoffensive: Zwei Ereignisse also, die schon jedes für sich durchaus das Potenzial haben, für ein ausgewachsenes Chaos auf den Straßen zu sorgen. Geschweige denn, wenn sie gleichzeitig stattfinden. Der Lütticher Provinzgouverneur Hervé Jamar hat sich jedenfalls zu einer ungewöhnlichen Maßnahme entschlossen. Er appellierte an die Schulen in seiner Provinz, den Schülern möglichst schon gegen Mittag freizugeben. Damit sie die Möglichkeit hätten, sicher nach Hause zu gelangen. Schuld seien eben beide Probleme, wird Jamar zitiert: In und um Lüttich gehe wegen der Straßen-Blockaden nichts mehr. Und es sei eine Schneefront im Anmarsch. Und genau deshalb richten sich die Blicke bis Samstagfrüh sowohl auf die Straßen als auch auf den Himmel.

Roger Pint

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