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Randale in der Silvesternacht: Bilanz fällt unterschiedlich aus

02.01.202607:14
  • Antwerpen
  • Brüssel
  • Westflandern
Polizeiwagen fährt nachts durch Brüssel
Polizeieinsatz während der Silvesternacht in Brüssel (Bild: Hatim Kaghat/Belga)

Die vorläufige Bilanz zu Ausschreitungen in der Silvesternacht fällt unterschiedlich in Belgien aus. Während es in Brüssel zu weniger Ausschreitungen kam als im vergangenen Jahr, nahm die Randale in Antwerpen zu. Vor allem jüngeren Menschen unter 20 Jahren suchten dabei die Konfrontation mit der Polizei.

104 Personen hat die Polizei in Antwerpen in der Silvesternacht vorläufig festgenommen. Das ist doppelt so viel wie noch im Jahr zuvor. Auffällig dabei ist, dass die große Mehrzahl von ihnen unter 20 Jahren ist. Sogar zehn- und elf-jährige Kinder hat die Polizei als Randalierer festnehmen müssen. Antwerpens Bürgermeisterin Els van Doesburg bedauerte diesen Tatbestand ausdrücklich im flämischen Fernsehen.

Die Tendenz, dass immer mehr Minderjährige sich an den Silvesterausschreitungen beteiligen, ist auch anderswo festzustellen. Der Bürgermeister der westflämischen Gemeinde Harelbeke bei Kortrijk klagte ebenfalls darüber. Gleicher Tenor auch in Gent: Bei den Ausschreitungen dort nahm die Polizei 28 Randalierer vorläufig fest. 18 von ihnen waren minderjährig.

In Brüssel hingegen bleibt die Bilanz besser als im Jahr zuvor. Zwar kam es auch in der Hauptstadt wieder zu Ausschreitungen. Die Intensität allerdings nahm laut Polizeiangaben ab. Die 70 vorläufigen Festnahmen sind nur halb so viele wie noch ein Jahr zuvor.

Kay Wagner

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