Sciensano-Studie: Impfschutz lässt bei Omikron schnell nach

Der Schutz von Corona-Impfungen gegen die Omikron-Variante nimmt schon nach kurzer Zeit ab. Das geht aus einer Studie des Gesundheitsinstituts Sciensano hervor.

Sciensano-Logo am Institut in Brüssel

Bild: Benoit Doppagne/Belga

Demnach erhöht eine Booster-Impfung den Schutz wieder für eine gewisse Zeit. Außerdem bleibt der Schutz vor einer Krankenhausaufnahme für Geimpfte relativ stabil.

Die Wissenschaftler von Sciensano haben in der Zeit zwischen Juli 2021 und April 2022 Testresultate und den Impfstatus von fast 1,5 Millionen Belgiern ausgewertet. In der Zeit waren in Belgien sowohl die Delta- als auch die Omikron-Variante im Umlauf.

Sciensano schlussfolgert, dass die aktuellen Impfstoffe zwar gegen eine ernsthafte Erkrankung schützen, aber Ansteckungen mit der Omikron-Variante nicht eindämmen können. Mit einem Impfstoff, der an die Omikron-Variante angepasst wird, ist frühestens im Herbst zu rechnen.

Die Zahlen der Sciensano-Studie kann man im Link nachlesen.

 

belga/vrt/est

3 Kommentare
  1. Frank Mandel

    Zwei von drei Impfungen sind abgelaufen.
    Bleibt noch eine übrig.
    Bisweilen keine Termine zur erneuten Impfung.
    Wie geht das weiter?

  2. Peter Mertens

    Was hat Pfizer noch geschrieben, sie brauchen circa 6 Wochen um einen angepassten Impfstoff herzustellen.

    Original Text
    „Bei einem Pressegespräch des Science Media Center beruhigen die geladenen Experten. Im Fall der mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna würde eine Anpassung etwa sechs Wochen dauern“

    Werden wohl eher 6 Monate werden und wenn der dann genau so gut wirkt haben wir wieder einige Wochen Zeit bis der Schutz nachlässt….

  3. Maximilian Müller

    @Peter Mertens: Seit Ende März könnte Biontech schon den an Omikron angepassten Impfstoff ausliefern. Der Grund für diese lange Verzögerung bis in den Herbst: Das schnelle Zulassungsverfahren bei der EMA wurde aufgehoben. Jetzt läuft es wieder den langsamen Weg wie vor Corona und da dauert es tatsächlich rund ein halbes Jahr, bis ein Impfstoff zugelassen wird.