Kundgebung gegen Corona-Politik: Harter Kern auf Konfrontationskurs mit der Polizei

Hinter dem Brüsseler Jubelpark kam es am späten Sonntagnachmittag im Bereich der Avenue de Tervuren zu einem Katz-und-Maus-Spiel von Randalierern und der Polizei.

Corona-Demo in Brüssel (Bild: Hatim Kaghat/Belga)

Bild: Hatim Kaghat/Belga

Es handelte sich um einen harten Kern von Krawallmachern, die zuvor an der Kundgebung gegen die Corona-Auflagen teilgenommen hatten bzw. diese als Vorwand für ihre Zerstörungswut nutzten. Sobald sich Polizeifahrzeuge näherten, wurden diese mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen.

Die Polizei hat mehrfach Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt. Zahlreiche Fensterscheiben gingen zu Bruch, Autos wurden beschädigt und Müllcontainer sowie Baumaterial in Brand gesetzt.

Corona-Demo in Brüssel (Bild: Hatim Kaghat/Belga)

Bild: Hatim Kaghat/Belga

An der Kundgebung, die am Sonntagmittag am Nordbahnhof startete und über den kleinen Ring bis zum Jubelpark führte, nahmen schätzungsweise 50.000 Menschen aus Belgien und vielen anderen Ländern teil.

Aufgerufen dazu hatte die Organisation „Europeans United for Freedom“, die eine breite Gesellschaftsdebatte über die Corona-Politik fordert. Man gehe für Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und die Achtung des Grundgesetzes auf die Straße, erklärten die Initiatoren.

Corona-Demo in Brüssel am 23. Januar (Bild: Hatim Kaghat/Belga)

Bild: Hatim Kaghat/Belga

belga/mh

14 Kommentare
  1. Torsten Seel

    Warum schreiben Sie nicht, von wem die Gewalt ausging. In den Sozialen Netzwerken ist klar zu sehen, dass es keine üblichen zivilen Demonstranten waren. Sondern dunkel gekleidete „Sonstige“, die sich eindeutig anders von ihrem Outfit her von den friedlichen Demonstranten unterschieden. Der friedliche Protest wurde also sichtbar unterwandert und somit instrumentalisiert in den Dreck gezogen. Mag sich jeder seine Gedanken machen von wem und aus welchen Absichten heraus!

  2. Alexander Hezel

    @ Seel:
    Warum schreibt „Europeans United for Freedom“ eigentlich nicht wer sie überhaupt sind? Nirgendwo gibt es klare und verbindliche Informationen darüber wer genau die Organisatoren oder teilnehmenden Vereinigungen sind – wobei es doch 600 an der Zahl sein sollen…!
    Für Demokratie zu demonstrieren, sich selbst aber in irgendwelchen Telegram-Kanälen zu verstecken, keine klaren Forderungen zu haben und keinerlei Transparenz über Ziele und Struktur zu zeigen ist schon ziemlich heuchlerisch…

    Wenn diese Demo doch so ein breites Bündnis für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sein soll, wie sie vorgibt, wo sind dann Gewerkschaften, Amnesty International, Sozialverbände, usw.? Stattdessen sieht man Schilder mit kruden rechtsextremen Verschwörungsphantasien über den „Great Reset“ und dergleichen.

    Angesichts des Slogans der Demo „1 Equipe 1 Million“ kann man bei 50.000 Teilnehmern wohl eher von einem völligen Flop reden.

    Viel Empörung und viel heiße Luft, aber keiner weiß genau, was diese Leute eigentlich wollen…

  3. Klara Lehmbach

    Herr Seel,
    dann haben Sie in den sozialen Netzwerken sicher auch gesehen, dass viele der dunkel gekleideten „Sonstigen“ rechtsradikale Symbole auf ihrer Kleidung trugen, und einige allgemein bekannte Neonazis mitliefen.
    Die Gewalt ging also mal wieder von rechtsradikalen Terroristen aus.

  4. Aga Bellwald

    Genau solche Leute sorgen dafür, dass die Pandemie nicht richtig in den Griff genommen werden kann. Und den Krawallanten geht es nicht um die Coronamassnahmen, sondern um die Zerstörung unserer Demokratien.

  5. Jean Leon

    Es ist schade, dass die Polizei solche Individuen nicht mit voller Härte bekämpfen darf.

  6. Peer van Daalen

    Mir liegt Video-Material vor, daß zeigt, wie schwarz gekleidete männliche Personen sich aktiv an gewalttätigen Auseinandersetzungen beteiligen, um im passenden Moment sich die roten Armbänder der zivilen Greiftrupps der föderalen Polizei überzustreifen und die festgenommen Personen – von denen etliche KEINE! Gewalttaten begangen haben, zu den uniformierten Beamten zu schleppen.

    Auch teilweise auf YT zu sehen. Zwei mal hatten die zivilen Greiftrupps nicht rechtzeitig das Erkennungszeichen zu ihren Kollegen in Uniform gezeigt. Rechte Handfläche nach vorne zeigen und den Daumen angewinkelt auf die Handfläche legen.

    Die haben kurz eine Gasdusche bekommen, durften sich hinter den Reihen der Kollegen kurz „frisch“ machen und durchatmen und haben dann weiter gemacht mit Agents Provocateur und Zugriffen.

  7. Siebo M. H. Janssen

    Moin zusammen aus Bonn,

    jetzt wächst zusammen was offensichtlich schon lange zusammengehört in seiner Verachtung für liberale Demokratie und Rechtsstaatlichkeit: sogenannten Autonome, Hooligans, Rechtsextremisten des VB, Hut- und WutbürgerInnen…man kann dem belgischen Staat, seiner Polizei und den VerteterInnen allen anderen EU-Ländern nur Stärke und Härte gegen diese Verächter unseren offenen Gesellschaften wünschen! Die Brutalität und der Hass auf Repräsentanten des Staates, auf die EU…man kann sich nur entsetzt abwenden! Diese Randalierer, Coronaleugner und Gewalttäter stehen nicht für Freiheit, sondern für brutale, menschenverachtende Gewalt! Shame on them!
    Mit besten Wünschen für eine ruhige und gute Nacht,
    Siebo M. H. Janssen

  8. Heike De Bruecker

    In einem bekannten ostbelgischem Forum wird von einem / totalitärem Regime/ geschwafelt. Leute, die so einen Unsinn von sich geben, sollten sich mal nach China , Nordkorea oder ähnlichen Staaten begeben!
    Unsere Polizei muss sich in Brüssel mit auf Gewalt gebürsteten Kleinkriminellen rumschlagen, die unter den Deckmantel einer friedvollen Demo schlüpfen!

  9. Andre Schmidt

    Und wie immer finde ich es Schade dass diese Krimminellen nicht bestraft werden. Das kostet dem Steuerzahler wieder Unmengen an Geld, das besser ausgegeben werden könnte.
    Bei einer Demonstration alles mögliche zerstören bringtr meistens keine Strafe mit sich, anders wenn man mal eben falsch parkt oder 10 km zu schnell fährt. Wo ist das Verhältnis?

  10. Torsten Seel

    Interessant, wie viele Kommentare nach meinem Kommentar gegen Menschen pauschal formal geschrieben wurden, welche sich einfach für die Wiedereinführung von Freiheitsrechten einsetzen. Es waren keine parteipolitische Veranstaltung. Dort demonstrierten Menschen aus privaten Interesse für Freiheit, Liebe, Wahrheit und Frieden. Interessant, wie viele pauschale Hetzkommentare und Buchstaben-Dreckwerferei meinem libertären Kommentar folgten. …

  11. Alexander Hezel

    @ Seel – Interessant, dass sie sich nur darüber empören, dass Kommentare nicht Ihrer Meinung entsprechen und Sie andere Meinungen als Hetze abtun, anstatt auf inhaltliche Fragen einzugehen: Wer sind die Organisatoren der Demo, was sind überhaupt ihre genauen Forderungen, warum die ganze Geheimniskrämerei?

  12. Hendrik Baacke

    Pauschal steht immer alles fest. Auch ich war laut Polizei Teilnehmer an einem „Weißen Marsch“; mit angeblichen Fotos welche ich nie zu Gesicht bekommen habe. Das ich noch nicht einmal vor Ort war, spielte erst mal keine Rolle. Gute 3 Wochen musste ich meine Unschuld beweisen… Ich musste meine Unschuld beweisen?! Geht das nicht eigentlich anders? Das Vertrauen in Staat und Polizei ist jetzt natürlich im Arxxx, äh, geschwächt. Demonstrationen, ob sinnvoll oder nicht… okay, aber Gewalt finde ich trotzdem daneben.

  13. Marcel scholzen eimerscheid

    Werter Herr Seel.

    Sie können friedlich für egal was demonstrieren.

    Nur scheint mir, dass Sie und Ihresgleichen die aktuelle Pandemie nicht verstanden haben.Sie wissen nicht, um was es geht.Sie können damit nicht mehr anfangen, wie Eskimos mit Gefrierschränken.

  14. Norbert Schleck

    Man sollte sich mal das Video „LIVE: Europeans United Brussels Belgium March for Freedom in Brüssel Belgien 23.01.2022“ ansehen (Einfach googeln).
    Es dauert allerdings 5 Stunden, man kann es aber im Zeitraffer durchkämmen.
    Über 2 Stunden friedliche Demonstranen, denen die Polizei kein Haar krümmt.
    Ankunft im Jubelpark. Die Leute stehen rum und sceinen zu warten.
    Was dann folgt, hat mit friedlicher Demonstration nichts mehr zu tun.
    „Der absolute Wahninn“, „Bürgerkrieg“, meint der Sprecher, mittendrin.
    Es handelt sich offensichtlich nicht um „offizielle“ Aufnahmen.

    Die angeblichen Organisatoren, die unter „Europeen United for Freedom“ firmieren, hatten bis gestern noch eine Website.
    Heute nun erscheint eine Fehlermeldung.
    Sehr diskret, diese Leute…