91 Prozent der Mitarbeiter im Pflegesektor sind zweimal geimpft

In Belgien sind 91 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitsbereich zweimal gegen das Coronavirus geimpft.

Impfung von Pflegekräften der Poliklinik Binche (Archivbild: Benoit Doppagne/Belga)

Archivbild: Benoit Doppagne/Belga

Diese Zahl nannte der Verantwortliche der Impf-Taskforce, Dirk Ramaekers, bei einer Pressekonferenz in Brüssel.

Am höchsten ist die Impfquote beim Gesundheitspersonal in Flandern. Dort sind 95 Prozent vollständig geimpft, in der Wallonie sind es 86 Prozent, in Brüssel nur 75 Prozent.

Auch bei den Booster-Impfungen liegt Flandern weit vorne mit 83 Prozent, gefolgt von der Wallonie mit 64 Prozent und Brüssel mit 50 Prozent.

In Belgien arbeiten rund 540.000 Menschen im Gesundheitssektor. Etwa 48.000 von ihnen sind bisher nicht gegen Corona geimpft.

Im November hatte die Regierung eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal beschlossen. Wer am 1. April noch nicht geimpft ist, kann entweder für sechs Monate suspendiert oder entlassen werden.

belga/mh

20 Kommentare
  1. Carl Schumacher

    Wir können es uns scheinbar leisten 48.650 im Pflegedienst tätige Menschen in die Wüste zu schicken, und das zu einer Zeit wo überall pflegende Hände fehlen, wo Betten leer stehen, bzw. leer liegen, weil kein Personal da ist.

    Wir haben Aufnahmestopp in unseren Senioren- und Pflegeheimen weil zu wenig Personal da ist und schicken doch wieder welche nach Hause?

    Krankenhäuser haben schon angekündigt bei Pflichtimpfung des Personals wahrscheinlich schließen zu müssen. Aber vielleicht will man das ja auch? Vielleicht steht Eupen, St Vith oder Malmedy schon auf der Abschussliste?

    Aber das tollste was unsere Politiker beschließen: bei äußerster Not an Personal kann Covidkrankes Personal (wieder) zur Arbeit (auch an Nicht-Covid-Patienten) verpflichtet werden. Gesunde Menschen werden nach Hause geschickt und Kranke auf die Patienten losgelassen. Herrlich.

  2. Nadine Zinke

    Herr Schumacher
    Da gebe ich ihnen vollkommen recht!

  3. Alexander Hezel

    Herr Schumacher, was wir uns sicherlich nicht mehr leisten können, ist uns von einer kleinen Minderheit von Impfgegnern auf der Nase herumtanzen zu lassen, weil diese auf Ihre Extrawurst bestehen und meinen, eine Pandemie könne bewältigt werden ohne eine kollektive Anstrengeung, in der jeder seinen Beitrag leistet.
    Wir können es uns nicht mehr leisten, unsere Gesellschaft, das Gemeinwohl und unsere Prosperität in Gefahr zu bringen, um eine Handvoll Menschen, die es mittlerweile besser wissen müssten, nicht zu brüskieren.
    Das Verständnis der überwältigen Mehrheit der vernünftigerweise und nachweislich sinnvollerweise Geimpften hat seine Grenzen.

    Es ist Zeit, dass die Menschen endlich aufhören, jeden Unsinn in „sozialen“ Medien für bare Münze zu nehmen. Man fragt ja auch nicht den Nachbar, wie man eine Rakete baut, wieso also jedem Dahergelaufenen oder jeder ‚anderer Meinung‘ glauben, wenn es um so essezielle Dinge wie die eigene Gesundheit geht? Warum nicht einfach dem Hausarzt? Warum nicht einfach verlässlichen Quellen glauben?

  4. Peter Schallenberg

    Herr Hezel, nennen Sie mir mal in diesem Choas irgendwelche „verlässlichen Quellen“? Jeder kocht sein eigen Süppchen und jeder hat eine andere Motivation, das zu tun. Da geht es dann um alles mögliche aber viel zu selten um die Überwindung der Corona- Pandemie.

    Mein Hausarzt hat mir bis heute noch keine klare Auskunft über die dritte Impfung geben können, nicht den Zeitpunkt, nicht welches Vaccin.

  5. Carl Schumacher

    Herr Hezel, was wir uns sicherlich nicht mehr leisten können, ist uns von grotesken Maßnahmen ergreifenden Politiken auf der Nase herumtanzen zu lassen, weil diese auf Ihre Sondervollmachten bestehen und meinen, eine Pandemie könne bewältigt werden mit einem Impfstoff der keine Ansteckung und Krankheit verhindern kann.

    Wir können es uns nicht mehr leisten, unsere Gesellschaft, das Gemeinwohl und unsere Prosperität in Gefahr zu bringen, um eine Handvoll Politiker und angebliche Experten, die es mittlerweile besser wissen müssten, nicht zu brüskieren.

    Das Verständnis der überwältigen Mehrheit der Menschen mit gesundem Verstand hat seine Grenzen.

    Es ist Zeit, dass die Menschen endlich aufhören, jeden Unsinn den die Politiker und sogenannten Experten verzapfen für bare Münze zu nehmen. Man fragt ja auch nicht den Nachbarn, wenn es um so essenzielle Dinge wie die eigene Gesundheit geht. Warum nicht einfach den Hausarzt? Ja warum eigentlich nicht Herr Hezel?

  6. Alexander Hezel

    Na Herr Schumacher, jetzt fühlen Sie sich aber bestimmt ganz clever mit Ihrem Kommentar. Da sind Sie ganz alleine drauf gekommen? Einfach alles umzudrehen bringt uns jetzt auch nicht wirklich weiter…

    Grotesk ist allenfalls die übliche aggressive Rhetorik von Politker- und Experten-Bashing und Suggerierungen, es sei doch alles sinnlos.

    Welche sind denn Ihre Lösungen für ein Ende der Pandemie?

    Haben Sie Virologie, Epidemiologie, Medizin oder ähnliches studiert und forschen Sie in diesen Bereichen? Welche Qualifikationen weisen Sie denn auf, um behaupten zu können, dass diese Experten gar keine sind? Wenn man keine Ahnung hat sollte man den Ball vielleicht mal flach halten anstatt sich lächerlich zu machen, indem man behauptet, Experten würden „Unsinn“ erzählen…

    Die Impfung verringert erheblich das Ansteckungsrisiko und das Risiko, schwer an Covid19 zu erkranken. Wenn Sie etwas Besseres auf Lager haben, nur zu, wir sind alle gespannt…

  7. Margarete Rossberg

    2x geimpft ist 1x zu wenig.

    91% mit 3ter Impfung Landesweit wäre ideal und die Pandemie wird zur Endemie.

    Bleibt alle gesund.

  8. Voigt Christian

    Herr Schumacher,
    es ist schon lustig zu lesen dass Sie das Gemeinwohl in Gefahr sehen wenn geimpft wird. Oder sollte ich lieber sagen traurig zu lesen wie Sie versuchen diese Pandemie herunter zu spielen.

  9. Carl Schumacher

    @Herr Voigt:

    Ich spiele weder die Pandemie herunter noch sehe ich das Impfen oder die Geimpften als eine Gefahr. Wie kommen Sie darauf?

    @Herr Hezel:

    Nein, ich bin kein Virologe und doch erlaube ich mir Kritik zu üben.

    Sehen Sie, wenn ich Probleme mit dem Kamin habe bestelle ich einen Kaminfeger. Sollte dieser dann aber an meinem Rasenmäher rumschrauben und meinen Gartenzaun abreißen, so erlaube ich mir sehr wohl Kritik, obwohl ich auch kein Schornsteinmeister bin.

    Sie würden ihm ja vielleicht noch den Schraubenzieher oder das Brecheisen reichen, oder?

    Und Ihr Vertrauen in die Impfung in allen Ehren, nur wundert mich schon, dass so viele Geimpfte und selbst Geboosterte krank werden, im Krankenhaus, auf Intensiv und in die Statistik der Coronatoten landen. Oder sind das doch alles nur Ungeimpfte?

  10. Uwe Chemnitz

    Hier sieht man erschreckender Weise mal ein Beispiel wie ein Anmerker den Kommentar eines anderen her nimmt, Satzauszüge übernimmt, ändert…und plötzlich kommt eine ganz andere Aussage heraus…..faszinierend und erschreckend zugleich.
    A.H. ich teile Ihre Meinung.

  11. Alexander Hezel

    Nein, Herr Schumacher, Sie über keine „Kritik“, Sie sprechen anerkannten Experten schlichtweg pauschal ihre Fachkenntnis ab, ohne selbst irgendwelche aufweisen zu können. Was ist das denn für eine „Kritik“, zu sagen, dass Experten „Unsinn“ erzählen? Soll das etwa Argumentation sein?

    Und nochmal nein, es sind nicht „so viele“ Geimpfte die (schwer) krank werden oder gar sterben, sondern genau das Gegenteil, nämlich so wenige!

    – Grenz-Echo vom 5.11.2021 titelt:
    „Geimpfte haben ein bis zu 14 Mal geringeres Risiko, auf der Intensivstation zu landen“
    – Spektrum vom 10.11.2021: „0,007 Prozent der voll Immunisierten [starben in Schottland] an Covid-19“
    und „Covid-Tote trotz Impfung waren meist schwer vorerkrankt“
    und „Covid-Tote trotz Impfung haben im Schnitt 2,9 weitere Todesursachen“

  12. Voigt Christian

    „Wir können es uns nicht mehr leisten, unsere Gesellschaft, das Gemeinwohl und unsere Prosperität in Gefahr zu bringen, um eine Handvoll Politiker und angebliche Experten, die es mittlerweile besser wissen müssten, nicht zu brüskieren.“
    Herr Schumacher,
    Was wollen Sie den sonst mit diesem Satz sagen?
    Was sollen die Politiker und Experten den besser wissen?
    Wer oder was bringt die Gefahr?
    ich lese daraus dass Sie die Entscheidungen zur Bekämpfung der Pandemie runter spielen und schlussfolgernd dadurch auch die Pandemie als solche.
    Sie sagen schließlich das Allgemeinwohl ist in Gefahr durch die Entscheidungen.
    Welche Entscheidung wenn nicht die maximale Anzahl Personen zu impfen. Wenn alle geimpft wären, dann hätte die Politik nicht mehr das Argument alle schützen zu müssen und könnte nicht mehr ständig neue Restriktionen ausrufen.
    Aber solange es Impfverweigerer gibt, müssen diese leider auch geschützt werden. Mit anderen Worten, die Geimpften (die Mehrheit) müssen Rücksicht auf die Ungeimpften nehmen.
    Und so stellt sich die Frage, sind es nicht die Ungeimpften die unsere Gesellschaft, das Gemeinwohl und unsere Prosperität in Gefahr bringen, die, die es mittlerweile besser wissen müssten, aber die wir nicht brüskieren dürfen. Wie Sie sagen, können wir es uns noch leisten auf denen Rücksicht zu nehmen, und wenn ja, wie lange noch?

  13. Carl Schumacher

    Ach ja die Zahlen, Herr Hezel. Ich möchte mich hier nicht mit Ihnen über deren Ge- oder auch Missbrauch streiten, das erledigen schon andere.

    Sicher ist jedenfalls, dass, wenn ich als verantwortlicher Geschäftsführer dem Fiskus gegenüber so, sagen wir es diplomatisch: phantasievoll mit Zahlen umgegangen wäre wie die Politiker und Experten es tun, dann hätte ich die Coronazeit wahrscheinlich nicht in Schweden, wohl aber hinter schwedischen Gardinen verbracht.

  14. Norbert Schleck

    „Aber das tollste was unsere Politiker beschließen: bei äußerster Not an Personal kann Covidkrankes Personal (wieder) zur Arbeit (auch an Nicht-Covid-Patienten) verpflichtet werden.“

    Wer so etwas behauptet, hat sicherlich die Fakten genau überprüft. Dabei hat er allerdings vergessen, bei Sciensano nachzuschauen.
    Dort steht unter „Procédures – Personnel soignant“ Folgendes, frei übersetzt:
    „In Ausnahmefällen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann dem Gesundheitspersonal, das asymptomatisch positif ist, erlaubt werden, in den COVID-Abteilungen zu arbeiten, unter folgenden Bedingungen:
    – Nur zur Betreuung von COVID-Patienten […]“

    Das ist u.a. ausdrücklich nicht erlaubt, „si la personne se sent elle-même stressée ou mal à l’aise face à cette situation“

    Davon, „Covidkrankes Personal (wieder) zur Arbeit (auch an Nicht-Covid-Patienten) [zu] verpflichte[n]“, kann keine Rede sein.

    Also, wenn ich zwischen den Aussagen von Sciensano und den grobschlächtigen, krass falschen Rundumschlägen eines Herrn Schumacher zu wählen hätte, die Wahl würde mir nicht schwerfallen.

  15. Carl Schumacher

    Sehen Sie Herr Scheck, meine grobschächtigen, krass falschen Rundumschläge stammen aus dem Parlament, aus der Diskussion um den Gesetzesentwurf über die Impflicht der Pflegekräfte. Sciensano kann daraus gar keine Anweisungen veröffentlichen. Vielleicht finden Sie ja etwas bei Wikipedia.

  16. Norbert Schleck

    So so, aus einer „Diskussion um den Gesetzentwurf über die Impfpflicht der Pflegekräfte“ hat der Herr Schumacher sich diese Informationen herausgeklaubt, ohne nähere Angaben.

    Ich habe meine von Sciensano/Coronavirus Covid-19/Procédures/Isolement/Personnel soignant (darf leider nicht verlinkt werden).

    Das sind Regeln, die jetzt gelten, ob es Herrn Schumacher passt oder nicht.
    Wie gesagt, krass falsche grobschlächtige Rundumschläge.
    Völlig immun gegen Fakten, der Herr Schumacher.

  17. Carl Schumacher

    Es geht bei der Impflicht für Pflegekräfte aber nicht um bereits bestehende Regeln sondern um ein neues, noch zu stimmendes Gesetz.
    Das sollten Sie eigentlich wissen.

  18. Norbert Schleck

    Doch, darum geht es.
    Bis auf Weiteres gelten die Regeln von Sciensano.

    Wenn darüber „diskutiert“ wird, „Coronakranke“ (!), also infizierte und an Corona erkrankte Pflegekräfte dazu zu „verpflichten“ (!) an ihre Arbeitsstelle zurückzukehren, um nicht nur auf einer Corona-Station zu arbeiten, sondern auch um andere, nicht von Corona betroffene Patienten zu versorgen (!), so würde das allen bisherigen Regeln Hohn sprechen.

    Da sollte der Herr Schumacher schon belastbare Quellen liefern, was er aber nicht tut. Ein „das sollten Sie eigentlich wissen“ ist da eigentlich etwas mager…

  19. Carl Schumacher

    Anstatt Wikipedia, den Wiener Kurier oder den Pfarrbrief von Herve-Unterstadt zu googeln und zu durchforsten sollten Sie vielleicht besser nach den Seiten des belgischen Parlaments schauen.
    Ein kleiner Tipp: letzten Donnerstag kam das nach einer Frage an unseren Gesundheitsministerium in einer Antwort einer Abgeordneten hervor.

  20. Norbert Schleck

    Tolle Quellenangabe.
    Und wo ist der „Beschluss“, der das festgelegt hat ???
    Der Herr Schumacher schrieb: „was unsere Politiker beschließen“!
    Was soll dieses alberne Versteckspiel?