Krankenhäuser müssen Impfstatus registrieren

Die Krankenhäuser müssen künftig registrieren, ob ihre Corona-Patienten geimpft sind oder nicht. Das hat am Mittwochabend die interministerielle Gesundheitskonferenz beschlossen. Virologen und Pflegesektor begrüßten die Entscheidung. Mit einer Registrierungspflicht werde man langfristig ermitteln können, wie gut die Impfstoffe schützen.

Krankenhaus MontLégia in Lüttich

Archivbild: Bruno Fahy/Belga

Der Virologe Steven Van Gucht, der das Gesundheitsinstitut Sciensano berät und Margot Cloet, Vorsitzende des Pflege-Dachverbandes Zorgnet-Icuro, sehen in einer Registrierungspflicht von Corona-Patienten auch kurzfristig den Vorteil, Menschen zu sensibilisieren. Langfristig könnten wichtige Daten zur Wirkung der Impfstoffe gewonnen werden. Auf welche Weise diese Daten veröffentlicht werden sollen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar.

Der flämische Gesundheitsminister Wouter Beke hatte bereits vergangene Woche erklärt, die Infektionszahlen seien aufgrund der immer höher werdenden Impfrate im Land nicht mehr der richtige Barometer für die genaue Einschätzung der Pandemie. Der CD&V-Minister hatte um eine Bestandsaufnahme der geimpften Patienten gebeten, die in Krankenhäuser aufgenommen werden. Das setzt voraus, dass festgestellt wird, ob ein Patient eine, zwei oder gar keine Impfdosis erhalten hat.

Margot Cloet erklärte, es sei wichtig zu wissen, welche Patienten im Krankenhaus beziehungsweise auf der Intensivstation behandelt würden. Mit einer solchen Registrierung werde auch viel Verwaltungsaufwand in den Krankenhäusern vermieden.

Chantal Delhez

5 Kommentare
  1. Willy Hoffmann

    Meine Rede. Habe ich vor Wochen bereits angemerkt, man solle doch auch mal die Zahlen auflegen, derer die geimpft sind, und ob Vorerkrankungen bestehen. Ein gesunder Mensch wird Carolo soweit gut überstehen. Viele Andere und ivh leben schließlich auch noch.

  2. Peter Mertens

    Und dann hoffen wir mal das die Zahlen nicht verfälscht werden.

    Der Corona Genesende verstirbt Monate später im Krankenhaus an einem Herzinfarkt und schon ist er in der Coronastatistik erfasst.
    So manchmal bekommt man den Eindruck das es nur noch Menschen gibt, die an / mit Corona verstorben sind.

  3. Edgar Michaelis

    Wer A sagt muss auch B sagen. Jeder Eingelieferte, bzw das Krankenhaus Betrende hat dann auch das Recht eine Liste aller Personen (mit Privatadresse) zu bekommen, die ihn empfangen und versorgen werden, damit er nachvollziehen kann, sofern er im Krankenhaus angesteckt wird, wer ihm diesen Mist angetan hat ! Schliesslich laufen ein menge systemisch Höriger / Geimpfter herum die meinen sie wären auf der guten Seite und bräuchten keine Solidarität mehr walten lassen !

  4. Carl Schumacher

    Mit anderen Worten: alle bisher auch hier von Kommentatoren gemachten Äußerungen über den Impfzustand der Covid-Krankenhauspatienten entbehrten jeglicher Grundlage und waren nichts anderes als Fake News und Lügen. Aber man weiß ja mit wem man es dabei zu tun hat.

  5. Gerhard Schmitz

    Das musste ich jetzt zweimal lesen um es richtig zu verstehen, und konnte es dann kaum fassen. Ich habe sicherheitshalber das Thema „gegoogelt“. Und ja, es ist so!

    Also die Herren „Experten“ Van Gucht und Van Laethem schwadronieren über die Wirksamkeit der Impfung und führen als Beleg an, dass zuerst 95% dann 75% der hospitalisierten COVID-Patienten NICHT geimpft seien.

    Heute erfahren wir, dass sie den Impfstatus fraglicher Patienten gar nicht umfassend kannten. Was für eine Bankrotterklärung!

    Und dann noch dies: „Mit einer Registrierungspflicht werde man langfristig ermitteln können, wie gut die Impfstoffe schützen.“ Und ich dachte, das wüsste man bzw. wollte man seit Anfang an wissen, und nicht erst nachdem über 8 Millionen Belgier zur Impfung aufgefordert und gar massiv gedrängt wurden.