Verunreinigter Impfstoff von Johnson&Johnson muss vernichtet werden

Die Lieferschwierigkeiten bei Johnson&Johnson entwickeln sich nun doch zu einem Hindernis für die Impfkampagne in Belgien.

Johnson&Johnson (Archivbild: Justin Tallis/AFP)

Archivbild: Justin Tallis/AFP

Das hat Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke am Samstagmorgen im flämischen Rundfunk eingeräumt.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am  Freitag erklärt, dass eine größere Menge des Impfstoffes nach einem Beschluss der US-Regierung vernichtet werden muss. Es geht um insgesamt 17 Millionen Impfdosen. In der Produktionsstätte von Johnson&Johnson in Baltimore war es zu Verunreinigungen gekommen. Ein Teil des verunreinigten Impfstoffes war bereits nach Europa geliefert worden. Die EMA hatte die Lieferungen an die EU-Staaten aber ausgesetzt.

Belgien sollte eigentlich Ende des Monats 1,4 Millionen Dosen des Johnson&Johnson-Impfstoffes zur Verfügung haben. Vandenbroucke korrigierte die Menge jetzt auf 450.000 Impfdosen. Dadurch wird sich die Impfkampagne voraussichtlich um drei Wochen verzögern. Grund zur Panik sieht Vandenbroucke zwar nicht, aber er mahnt zur Vorsicht – insbesondere bei Menschen, die noch nicht vollständig geimpft sind.

Am kommenden Freitag tritt der Konzertierungsausschuss zu einer weiteren Sitzung zusammen. Mit großen Lockerungsschritten ist dann allerdings nicht zu rechnen, sagte Vandenbroucke weiter im flämischen Rundfunk.

belga/sh