Wahlrecht für 16-Jährige bei Europawahlen soll bald kommen

Ein Wahlrecht für 16-Jährige bei Europawahlen rückt näher.

EU-Parlament in Brüssel (Archivbild: John Thys/AFP)

EU-Parlament in Brüssel (Archivbild: John Thys/AFP)

Die grünen Parteien und die liberale Open VLD haben gemeinsam einen entsprechenden Gesetzentwurf eingebracht. Die Maßnahme wird von allen Regierungsparteien unterstützt und war im Regierungsabkommen vereinbart worden.

Dass auch Menschen wählen können, die jünger als 18 Jahre sind, soll dazu beitragen, die Demokratie zu stärken.

belga/rtbf/est

11 Kommentare
  1. Barbara Seeliger

    Das ist ja logisch, dass sich grüne Parteien vehement und mit aller Kraft für ein Wahlrecht ab 16 Jahren einsetzt. Denn vor allem diese Eco-Parteien erhoffen sich durch diese junge Wählerschaft eine Mehrheit im Parlament zu verschaffen . Das „Kleingedruckte“ der Umweltschutz- Parteiprogramme wird ja von den jungen und in diesem Alter sehr gutgläubigen Menschen nicht wahrgenommen. Das soll heißen in diesem Alter ist man noch sehr leicht manipulierbar. Die grünen Parteien müssen ihren Platz im Parlament behalten um die vielen „konservativen“ Parteien an ihre Pflicht zur Pflege unseres Planenten zu erinnern aber bitte nicht allein oder in Koalitionen mit reinen linken Parteien regieren. – Länder, die die Vorherrschaft in unserer globalen Welt anstreben würden sich natürlich freuen über ein Europa , das noch viel mehr schwächelt.

  2. Yves Tychon

    Werte Frau Seeliger,
    würden Sie wirklich Ihre Hand dafür ins Feuer legen, dass ein 16jähriger manipulierbarer sein soll als ein 86jähriger ?

    Bei allen Debatten über die Absenkung des Wahlalters auf 16 wird ein Punkt ständig übersehen: Bei einem Organ wie dem Europäischen Parlament, das alle 5 Jahre gewählt wird, wären die Erstwähler im Schnitt ca. 18,5 Jahre alt !

  3. Hoffmann Willy

    Gnade uns Gott, wenn die Grünen an die Macht kommen.

  4. Barbara Seeliger

    Werter Herr Tychon,
    man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein 86 jähriger in voller Kraft seines Bewustsein ist schwer manipulierbar wenn nicht sogar starrsinnig – auch nicht immer vorteilhaft. . Er muss aber auch körperlich fit sein um ins Wahlbüro zu gelangen. Junge Menschen, vor allem in der Pubertät, sind emotionaler und schon wegen ihres natürlichen Aufbegehrens gegen die konservativen ( alte Volksparteien) Eltern für grün. Auch ist es verständlich, dass sie sich in jungen Jahren viel mehr um den Planeten sorgen als alte Menschen . Nur können viele junge Menschen in dem Alter noch nicht genügend auf Erfahrungen zurückgreifen und denken nicht rational wie Erwachsene.
    Fazit : mit dieser Änderung profitieren vor allem die grünen Parteien in de EU. Alle Friday for futur – Anhänger wären potenzielle Grün- Wähler.
    Das ist den grünen Partei- Managern natürlich voll bewusst.

  5. Jean-Pierre DRESCHER

    „Gnade uns Gott, wenn die Grünen an die Macht kommen.“

    In der BRD ists schon ab September dieses Jahres offiziell soweit nach den dortigen Parlamentswahlen für den Reichstag. Dann wird der „Bære Bok“ zusammen mit der „Harambakke“ von den selbsternannten „Grünen“ sein eigenes Volk entgültig so zur Schnecke machen dass selbst Merkel vor Neid erblassen wird.

  6. Edmund Gebser

    Bevor jetzt die Ersten verzweifeln und sich vor Angst vor den Grünen vom Teppichrand in den Tod stürzen: Leute, es geht um die Wahlen zum Europaparlament, dem Endlager für abgehalfterte Politgrößen. Das wird sowohl vom Volk als auch von den Regierenden inzwischen ungefähr so ernst genommen wie Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg.

  7. Jean-Pierre Wetzels

    Herr Gebser,
    ins Europaparlament gelangen oft erfahrene Politiker. Das stimmt. Dennoch oder gerade deswegen muss man ernst nehmen, was dort passiert. Auf EU-Ebene werden Entscheidungen getroffen, die auch für uns gelten.

  8. Yves Tychon

    Bevor man eine Meldung kommentiert, empfiehlt es sich, sie vorher zu lesen. Im Artikel steht: « Die Maßnahme wird von allen Regierungsparteien unterstützt und war im Regierungsabkommen vereinbart worden. »

    @ JP Drescher: In diesem Kontext ist es ziemlich überflüssig, auf die (deutschen) Grünen einzu…dreschen (sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen 😀)

    @ B Seeliger: In meinen Augen ist es nicht weiter schlimm, sondern eher logisch, wenn sich der 16jährige mehr Sorgen über die Zukunft macht als der 86jährige, für den die Welt in Ordnung ist, wenn er seine Rente pünktlich erhält. Aber Ihr Argument der geistigen Reife lasse ich nicht gelten. Manche Kids haben mit vierzehn mehr auf dem Kasten als der eine oder andere unterbelichtete Mittvierziger !

    In Österreich gibt es das Wahlrecht ab 16 schon seit Jahren, und die ÖVP ist immer noch an der Macht. Oder glauben Sie, dass belgische Kinder doofer sind als die kleinen Österreicher?

  9. Jean-Pierre DRESCHER

    Herr Tychon, bei meiner Analyse zu den BRD-Grünen ist mir ein weiterer Aspekt etwas untergegangen.

    Nämlich, dass die belgischen Ecolo nicht vergleichbar sind mit den etablierten BRD-Parteien. Hass gegen das eigene Volk ist Ecole wie auch der PTB ebenso fremd wie, die noch vorhandenen restlichen Wälder und Stadtparks im eigenen Land zu verwüsten für irgendwelche riesigen Zubetonierungsprojekte während man simultan vom Schutz der Regenwälder irgendwas faselt und seine eigenen Grundlastkraftwerke alle abreißt bei maximalem Straßenbau.

    Ecolo, Vivant und PTB setzen sich ferne ganz im Gegensatz zu den etablierten Parteien in der BRD für die Rechte aller Arbeiter und Kleinen Leute, also generell für soziale Gerechtigkeit ein.

    Ich will weder hier Partei für eine Partei in der DG bzw. dem Foederalen Koenigreich ergreifen noch anderweitig meine politische Neutralität aufgeben zugunsten einer der drei genannten. Dennoch soll klar sein, dass die Vorwürfe gegen die die etablierten BRD-Parteien nicht übertragbar sind auf die Parteien hier.

  10. marcel scholzen eimerscheid

    Ich halte diesen Vorschlag für ein Ablenkungsmanöver von diversen Demokratiedefiziten in Belgien. Ein ernstgemeinter Vorschlag würde wesentlich weiter gehen und zwar in Richtung mehr direkte Demokratie dh Volksabstimmungen und -befragungen wie in der Schweiz. Davon könnten alle Wähler profitieren und nicht nur die 16 bis 18jährigen.

  11. Yves Tychon

    @ MSE: und ewig grüßt das Murmeltier.