Ärztegewerkschaft zieht vor Staatsrat: Impfstrategie führt zu Verzögerungen

Die Ärztegewerkschaft Absym strebt eine Klage vor dem Staatsrat an, um die Aussetzung der aktuellen Corona-Impfstrategie durchzusetzen. Das berichten die Zeitungen "Het Nieuwsblad" und "Gazet Van Antwerpen" am Samstag.

Impfzentrum in Brüssel (Bild: Benoit Doppagne/Belga)

Illustrationsbild: Benoit Doppagne/Belga

Aus Sicht der Gewerkschaft verstößt die Einrichtung einer Datenbank, die die Daten der Risikopatienten zentral verwaltet, gegen das Arztgeheimnis. Außerdem bedeute die Entscheidung, Risikopatienten bei der Impfung vorzuziehen, mehr Arbeit für die Hausärzte und führe zu Verzögerungen der Impfkampagne.

Bereits Anfang des Monats hatte sich Absym gegen eine Bevorzugung von Menschen mit Vorerkrankungen ausgesprochen. Ziel müsse es sein, alle Impfwilligen so schnell wie möglich zu impfen, so der Präsident der Gewerkschaft Marc Moens. Der größte Risikofaktor mit Blick auf das Coronavirus sei das Alter.

rtbf/b/sh

2 Kommentare
  1. Jürgen Margraff

    Wenn ich mir die leeren Impfzentren ansehe, kommt’s mir hoch… Da sollten die Leiter der jeweiligen Zentren zur Selbsthilfe schreiten – diejenigen benachrichtigen die sich auf einer zu schaffenden jeweils regionaler Onlineliste als potentielle Impfkandidaten eingeschrieben haben, und dergestalt dafür sorgen das eine steil ansteigende Anzahl von Mitbürgern geimpft werden kann… Wir kriegen das Virus nur in den Griff wenn wir dementsprechend handeln…

  2. Peter Mertens

    Warum registrieren usw, einfach hingehen, Pass vorzeigen und geimpft werden.
    Belgien ist genauso bürokratisch wie Deutschland, da kommen sie auch nicht aus dem Quark