Immer mehr Schulen von Corona betroffen: Vandenbroucke will Rolle der Schulen überdenken

Immer mehr Schulen in Belgien melden Corona-Infektionen unter Schülern oder Lehrern.

Primarschule in Sint-Truiden (Bild: Eric Lalmand/Belga)

Primarschule in Sint-Truiden (Bild: Eric Lalmand/Belga)

In der Brüsseler Gemeinde Etterbeek haben sich an einem Collège vier Lehrer mit der neuen Corona-Variante aus Großbritannien infiziert. Die Schule mit ihren mehr als 1.000 Schülern setzt ab Montag den Präsenzunterricht aus.

In Welkenraedt bleibt die städtische Primarschule ab Montag geschlossen. Hier waren mehrere Corona-Fälle unter den Lehrern und Betreuern bekanntgeworden. Einige Tests stehen noch aus. Nach Absprache mit der Schulschöffin entschied die Schule daraufhin die Schließung.

In Flandern sind aktuell 20 Schulen komplett wegen Corona-Ausbrüchen geschlossen, weitere 30 zumindest teilweise. Erst Sonntag hat eine Schule in Antwerpen entschieden, vorerst zu schließen. Dort sind insgesamt 17 Corona-Infektionen aufgetreten. In mindestens vier Fällen handelt es sich um die britische Mutation. Alle Risiko-Kontaktpersonen der betroffenen Familien wurden daraufhin getestet. Dabei wurden noch einmal 13 Fälle nachgewiesen.

Die Schule in Antwerpen ist ebenfalls ab Montag geschlossen. Alle Schüler und Lehrkräfte werden getestet. Wie lange die Schule schließen muss, hängt davon ab, ob noch weitere positive Fälle nachgewiesen werden.

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke will die Rolle der Schulen in der Corona-Pandemie überdenken. Auch die Schulen könnten Quelle der Ansteckung sein, warnte Vandenbroucke im flämischen Rundfunk.

Grundschule Welkenraedt wegen Corona geschlossen

rtbf/vrt/sh

4 Kommentare
  1. Peter Schallenberg

    Was gibt es da zu „überdenken“? Es ist doch offensichtlich, dass beim Präsenzunterricht eben recht viele Menschen in einer gewissen Enge zusammen sind, was für die Verbreitung des Virus förderlich ist. Ist es auch möglich, das die hochgepriesenen Maßnahmen (Masken, Abstand, Lüftung etc.) unter Umständen doch nicht den Schutz bieten, den sie sollen?

  2. Claudia Gottschling

    Womöglich sind die Schulen die größten Infektionsherde, da gerade Jugendliche gerne in der Freizeit gemeinsam abhängen und dann keine Schutzmasken tragen. Bitter ist das für die Lehrer, die sich anstecken und die Infektion nicht mehr so gut wegstecken.
    Am Samstag sah ich nachmittags 8 Jugendliche, die -zwar draußen, aber ohne Abstand- Party machten. Mit Kontaktbeschränkungen hatte das nix zu tun.

  3. Guido Scholzen

    Wurde auch mal untersucht, ob diese Infizierten auch schon eine Immunität entwickelt haben? Wird auch hier die Quarantäne nur anhand eines positiven PCR-Testes angeordnet, obwohl die WHO dies auch nicht mehr unterstützt, wie so viele Kritiker dies schon lange bemängeln?

  4. Wertz Sabine

    Wohlmöglich waren es aber auch Lehrer, die in den wohlverdienten Auslandsurlaub waren?
    So bitter ist es nicht für die Lehrer, die eventuell wegen der bösen Schüler in die voll bezahlte Quarantäne müssen.
    Außer sie sind unschuldig erkrankt, dann…
    Wer weiß, wer weiß?
    Das ist wie bei der Lausplage, nur schlimmer, niemand will es gewesen sein.