Lieferverzug bei Pfizer: Deutlich weniger können Erstimpfung erhalten

In den kommenden Wochen werden in Belgien voraussichtlich jeweils nur maximal 54.000 Dosen des Biontech-Pfizer-Impfstoffes für Erstimpfungen zur Verfügung stehen. Diese Zahl hat die Impf-Taskforce am Samstag bekanntgegeben. Sie basiert auf Lieferzusagen von Pfizer.

Pfizer-Biontech (Bild: Christophe Archambault/AFP)

Bild: Christophe Archambault/AFP

Insgesamt erhält Belgien zwar mehr Impfstoff, ein Teil davon wird aber reserviert, um den Bewohnern in den Seniorenheimen die zweite Impfung verabreichen zu können.

Insgesamt soll Belgien in der kommenden Woche knapp 80.000 Impfdosen von Biontech erhalten. In den ersten beiden Februarwochen sollen dann jeweils knapp 100.000 Impfdosen geliefert werden.

Neben Biontech und Pfizer wird auch der Pharmakonzern Astrazeneca zunächst weniger Impfstoff liefern als angekündigt. Genaue Zahlen dazu gibt es aber bisher nicht. Von der Lieferdrosselung ist – wie bei Biontech und Pfizer – die gesamte EU betroffen. Der Impfstoff von Astrazeneca soll in Kürze seine Zulassung erhalten.

Die Impfkampagne in Belgien droht durch die Lieferverzögerungen bei den beiden Herstellern ins Stocken zu geraten. Das befürchtet die Impf-Task-Force.

vrt/belga/sh

3 Kommentare
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Solche Probleme hat Israel nicht. Es bezahlt mehr und der Staat übernimmt alle Risiken. Da liefert man gerne.

  2. Karl Förster

    Israel hat alles auf einen Lieferanten gesetzt und Europa, zur Risikominimierung, auf viele verteilt. Nun war Pfizer der erste, der den Impfstoff genehmigt bekommen hat. Zum Glück für Israel. Wäre ein anderes Unternehmen schneller gewesen, hätte Israel noch nicht einmal mit dem Impfen beginnen können.

    Ein viel grösseres Problem ist aber, dass der Impfstoff nur von Unternehmenseigenen Produktionsstätten hergestellt wird. Der globale Bedarf kann so innerhalb der kommenden 6 bis 9 Monate nichtgedeckt werden. Aber nur wenn die ganze Weltbevölkerung geimpft wird, kann man das Virus eindämmen. Sollte das nicht geschehen wird das Virus ständig mutieren und in anderen Formen zu uns zurückkehren. Da hilft die Impfung nicht mehr und es muss ständig neuer Impfstoff entwickelt und verabreicht werden. Dies ist natürlich eine Goldgrube für die Pharmaindustrie aber zur effizienten Vorgehensweise gehört eine sofortige Vergabe von Produktionslizenzen an alle Länder weltweit.

  3. Anja Wotschke

    Karl Förster, sieht man auch bei dem Grippeimpfstoffen….. Jedes Jahr ein neuer impfstoff weil die Influenzaviren ebenso Jahr um Jahr mutieren und sich verändern.