Erstmals südafrikanische Corona-Mutation in Belgien aufgetaucht

In Belgien ist am Mittwoch zum ersten Mal eine Blutprobe mit der südafrikanischen Coronavirus-Mutation entdeckt worden. Das meldet Virologe Marc Van Ranst auf Twitter. Es handelt sich um einen Patienten aus Westflandern ohne Reisehistorie.

Coronavirus (Bild: Jane Barlow/Pool/AFP)

Illustrationsbild: Jane Barlow/Pool/AFP

Die neuen Coronavirus-Varianten verbreiten sich immer weiter. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete am Mittwoch, dass die sogenannte britische Mutation bislang sicher in 50 Ländern festgestellt wurde. Die südafrikanische Variante ist schon in 20 Ländern aufgetaucht. In Belgien gibt es Virologe Van Ranst zufolge bislang acht bestätigte Infektionen mit der britischen Variante.

Die neuen Coronavirus-Varianten gelten als ansteckender als die bisherigen. Mehrere Länder haben den Reiseverkehr mit Großbritannien inzwischen eingeschränkt. Experten halten eine Grenzschließung für sinnvoll.

Auch Flanderns Gesundheitsminister Wouter Beke ist für strengere Kontrollen von Zügen und Flugzeugen aus Großbritannien. Auch wer weniger als 48 Stunden dort war, müsse getestet werden und dann in Quarantäne, so Beke am Mittwoch im flämischen Parlament.

Beke will, dass es auch für Geschäftsreisende keine Ausnahmen gibt und fordert einen dringenden Konzertierungsausschuss, der sich mit der Frage beschäftigen soll. Der nächste Konzertierungsausschuss ist eigentlich erst für nächste Woche Freitag geplant.

belga/vrt/vk/mg

5 Kommentare
  1. Barbara Leclercq

    Was interessiert uns denn was ein Provinzler für Empfehlungen gibt . Geschäftsreisende fahren vor allem nach Brüssel oder über Brüssel ( Eurostar) ins Land. Ein belgischer Gesundheitsminister muss hier befragt werden. Wieviele Gesundheitsminister hatte noch einmal Belgien ? Nur eine gesamtbelgische Coordination ist sinnvoll .

  2. Guido Scholzen

    Vor einem Jahr die chinesische Corona-Mutation…
    Gestern die britische Mutation…
    Heute die südafrikanische Mutation…

    und übermorgen haben wir dann COVID-21… trotz Impfung und FFP2-Masken??
    Ich bin Befürworter von AHA-Regelungen, aber hört auf mit der zusätzlichen Panikmache.
    Wir haben schon genug Lockdown! Noch mehr, und die Gesellschaft wird mehr am Lockdown untergehen, als am Coronavirus.

  3. Peter Schallenberg

    Liebe Korona- Gemeinde, es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Virus mutiert! Das machen die Dinger so! Ungewöhlich ist nur die kopflose Panikmache wo Fakten und Aufklärung sinnvoller wären.
    Zumindest im Merkel- Märchen-Land scheinen ja die Infektionszahlen nicht oder nur wenig zu sinken. Masken, Lockdown und andere Inszenierungen scheinen nicht zu wirken. Darf man mal fragen, warum das so ist? Bitte nur Fakten, keine Propaganda!

  4. Lutz-René Jusczyk

    @Peter Schallenberg: In Deutschland wollen die Zahlen trotz Shutdowns aller nicht-essentiellen Geschäfte nicht sinken und in Belgien steigen sie derzeit pro Woche um 30 Prozent an. Nicht lange und die Niveaus beider Länder haben sich angeglichen.

    Was tun unsere Experten: Anstatt darauf zu drängen, dass in sehr großer Zahl FFP2-Masken und Schnelltests angeschafft werden, um Risikogruppen zu schützen und so eine Überlastung der Krankenhäuser vorzubeugen, bringen sie erneut Grenzschließungen ins Gespräch, obwohl wir bereits im vergangenen Jahr erlebt haben, dass die monatelange Schließung derselben keinerlei positive Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen hatte.

    Wir wissen, dass das Virus schnell mutiert; die Person, bei der die südafrikanische Mutante nachgewiesen wurde, hat keine nachweisbaren Bezüge in jenes Land.
    Wenn wir künftig jedes Jahr in der kalten Jahreszeit bei einer Ausbreitung einer neuen Virus-Variante in einen harten Lockdown gehen und auf wirkungslose Maßnahmen setzen, sind wir irgendwann wirtschaftlich und finanziell am Ende.

  5. Carl Schumacher

    Nun, wenn die Infektionszahlen in Belgien um 30 % (28 % eigentlich) gestiegen sind, dann liegt das wohl vor allem daran, dass man 70 % mehr Tests gemacht hat. Das Einzige was wir eigentlich mit 100 %er Sicherheit nach einem Jahr wissen, ist das wir eigentlich nichts wissen. Ja, wir in Belgien haben gute Zahlen, aber warum? Etwa wegen der Maßnahmen die in unseren Nachbarländern zu keinem guten Resultat führen?