Corona-Regeln werden bis 1. März verlängert

Die Corona-Maßnahmen sind formal bis zum 1. März verlängert worden. Das geht aus einem ministeriellen Erlass von Innenministerin Annelies Verlinden hervor. Dieser Erlass war aus rechtlichen Gründen nötig geworden, da die derzeitigen Einschränkungen offiziell nur bis Freitag gelten. Nichts hindere aber den Konzertierungsausschuss daran, diese Maßnahmen bei seiner nächsten Sitzung anzupassen, sagt Innenministerin Verlinden.

Leerer Friseursalon (Illustrationsbild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Leerer Friseursalon (Illustrationsbild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

„Stillschweigend“ seien die Corona-Maßnahmen verlängert worden, schreiben einige Zeitungen. Was die Form angeht, stimmt das wohl. In einem ministeriellen Erlass von Innenministerin Annelies Verlinden steht schwarz auf weiß, dass die Einschränkungen bis zum 1. März gelten werden. Der Text wurde am Dienstagabend im Staatsblatt veröffentlicht. Ohne jegliche Kommunikation seitens der Regierungen des Landes.

Innenministerin Verlinden beteuert, dass ihr Vorgehen rein technischer Natur sei. Im Moment gilt rechtlich gesehen noch ein Erlass, der nach dem Konzertierungsausschuss vom 30. Oktober verhängt wurde. Und demnach sollten die Einschränkungen nur bis zum 15. Januar gelten. Der Erlass musste also jetzt erneuert werden.

Was nichts vorwegnehme, beteuerte aber die Innenministerin in der VRT. Der Konzertierungsausschuss habe natürlich die Möglichkeit, die Maßnahmen anzupassen – in welche Richtung auch immer.

Eigentlich hatte man ja vor allem den Frisören und auch den Immobilienmaklern versprochen, ihre Situation bei der nächsten Sitzung des Konzertierungsausschuss am 22. Januar noch einmal zu überdenken. Übereinstimmenden Informationen zufolge sind aber weitere Lockerungen derzeit so gut wie ausgeschlossen.

Roger Pint

7 Kommentare
  1. Ronny Ramscheidt

    Willkommen in der belgischen Diktatur.

  2. Daniel Hundertmark

    Super Entscheidung und an die Kritiker es könnte besser sein ja, aber durch euch ist es geworden wie es ist.

  3. Lutz-René Jusczyk

    Seien wir ehrlich zu uns selbst: Bis zum Frühsommer werden wir wohl mit gewissen Einschränkungen leben müssen.
    Es ist nicht ausgeschlossen, dass es eine dritte Welle geben wird. Wir brauchen ja nur zu schauen, was auf den britischen Inseln derzeit los ist.
    Ich weiß, dass viele nur noch frustriert sind, aber wir haben keine andere Wahl, als die Zähne zusammen zu beißen und das Beste aus der Situation zu machen.
    Selbst in Korea und Japan, die lange Zeit als Vorbilder in der Pandemiebekämpfung angesehen wurden, gelingt es kaum noch, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, und sogar in China gibt es trotz Maßnahmen, die an Gründlichkeit kaum zu überbieten sind, immer wieder regionale Cluster.

  4. Joseph Conrads

    Der Tod sitzt vor der Stadtmauer und wartet. Ein Gelehrter kommt vorbei, setzt sich zu ihm und fragt: „Was tust du hier?“ Der Tod antwortet: „Ich geh jetzt in die Stadt und hole mir 100 Menschen.“ Der Gelehrte rennt in die Stadt und ruft aufgeregt: „Der Tod wird kommen und 100 Menschen mitnehmen!“ Daraufhin rennen alle Menschen panisch in ihre Häuser und sperren sich über viele Wochen ein, 5000 Menschen sterben. Als der Gelehrte die Stadt verlässt, sitzt der Tod immer noch dort und der Gelehrte sagt zornig: „Du wolltest 100 Menschen holen, es waren aber 5000!“ Der Tod antwortete: „Ich hab 100 geholt, Kranke und Alte, wie jede Woche. Den Rest hat die Angst geholt, für die du zuständig bist!“

  5. Jean-Pierre DRESCHER

    Harte Zeiten für Extremsportler, Party-Szene und Karnevalsfamilien,

    Auch wenn kein Menschen froh über die Einschränkungen ist – lest ein gutes Buch wie es unsere Eltern und Großeltern getan haben und tun, musiziert mit Blockfloete, DJ-Set oder Groovebox, zockt intelligente Spiele für Kopf und Spassfaktor auf der neuen Konsole. Seid dankbar dass Ihr ein Dach über dem Kopf habt und einen gedeckten Tisch mit Delikatessen jeder Art in einer herrlichen Naturlandschaft mit unendlich riesigen Wäldern von der Maas bis zur Leykaul im Herzen Europas!

    Andere Menschen auf der Welt wären froh sie dürften mal in einem Haus bleiben wo man sie einfach nur in Ruhe lässt.

  6. Kathrin Schumacher

    Herr Drescher…

    Harte Zeiten auch für Menschen, die alleine leben, keinen Kontakt, keine Hoffnung, keinen Trost, nur Einsamkeit über Einsamkeit: Unsere Politiker haben die Welt als Gesellschaft, aber was ist mit der älteren Dame, die ihre Familie nicht sehen kann, oder der Studentin, die in ihrer Einzimmerwohnung eingemauert ist?
    NICHTS IST REAL, WENN ES NICHT MIT ANDEREN GETEILT WIRD!

    Übrigens, angesichts der derzeit prekären finanziellen Situation vieler Menschen sind viele der von Ihnen erwähnten Aktivitäten, einschließlich des Daches über dem Kopf und der vollen Speisekammer, nicht mehr vorhanden. Delikatessen jeder Art – ich bitte Sie!

  7. Jean-Pierre DRESCHER

    Es versteht sich für mich von selbst, dass bedürftige aller Art vom Staat unbürokratische Hilfe beanspruchen. Ich dachte an sich dass das hier selbstverständlich wäre.

    Ich erwarte nur, dass alle die NICHT zu den von Frau Schumacher erwähnten Menschen zählen, dankbar sind in Sicherheit zu leben, auch wenn Sport, Freizeit und Feiern temporär eingeschränkt ist.

    Für mich logisch und eigentlich nicht extra zu erwähnen, dass Alte, Kranke, Menschen mit Handycap und Kleinunternehmen den Schutz durch den Staat brauchen, Hunde Gassi geführt werden müssen wenn Not am Mann ist und Arbeiter auch nachts raus müssen um zur Fabrik zu kommen.

    Jeder hat ein Recht auf Nahrung, Schlaf, soziale Sicherheit und ein Dach über dem Kopf.