Gegen Schließung der AKW: De Wever bietet Wechselmehrheit an

Der N-VA-Vorsitzende Bart De Wever hat sich in die Diskussion um die Kernenergie in Belgien eingeschaltet. De Wever bietet an, die Mehrheitsparteien in der Föderalregierung zu unterstützen, die für eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke nach 2025 sind.

N-VA-Chef Bart De Wever (Bild: Kristof Van Accom/Belga)

Antwerpens Bürgermeister und N-VA-Chef Bart De Wever (Bild: Kristof Van Accom/Belga)

Diese Woche hatte der Betreiber Engie-Electrabel angekündigt, die Schließung der Kernzentralen vorzubereiten. Nach Ansicht von De Wever sind aber nur die Grünen in der Föderalregierung für den Atomausstieg bis zum Jahr 2025. Und er bietet den anderen Parteien in dieser Frage eine Wechselmehrheit an.

De Wever sagte in der VRT, sie könnten dafür die Stimmen der größten Partei bekommen. Er erklärte, eine Schließung der Atomkraftwerke würde zu einer Erhöhung der Strompreise führen. Außerdem sei nicht klar, ob es dann überhaupt genug Strom für Privathaushalte und Unternehmen geben werde. Das müsse in jedem Fall vermieden werden.

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vrt/est

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6 Kommentare
  1. Dieter Heinemann

    OH!!!! MEIN!!! GOTT!!!

    Hat Belgien denn wirklich immer noch nix verstanden? Immer noch keine Lehren aus den Kathastrophen der Vergangenheit gezogen? Es ist einfach unfassbar wie da mit Menschenleben umgegangen wird!
    OH JE, OH JE, der Strompreis könnte steigen, was für ein Drama!
    Natürlich werden, ja MÜSSEN!! sogar, die Preise für Energie steigen und die Köpfe aus dem Sand gezogen werden! Immer mehr, immer weiter- immer höher – so kann und darf es nicht weitergehen, da MUSS!! endlich ein umdenken stattfinden.
    Und wenn dann – wovor Gott uns bewahren möge – doch das Vorhersehbare passieren sollte und tausende Menschen sterben oder zumindestens schwerst und unheilbar erkranken, hundertausende ihr komplettes Hab und Gut verlieren und obdachlos werden, werden wir dann auch diese Provinzpolitiker wie Herrn De Wever öffentlich verkünden höhren: „Ja ich bin es Schuld ich habe das bewusst so in Kauf genommen“?
    Wohl eher nicht! Dann kommt wieder „wir konnten das nicht verhindern“ usw.

  2. Freddy Langer

    Das ist mal eine konstruktive Oppositionspolitik. Gute Sache.

    Naja, ein wenig De Wever like ist es schon, das würde einen Keil mitten ins Vivaldi Herz treiben.

  3. marcel Scholzen eimerscheid

    Ich bezweifle, dass es BDW ehrlich meint. Dem ist jedes Mittel recht, Regierung und Politik zu destabilisieren, um die flämische Unabhängigkeit zu erreichen, seinem Hauptanliegen.

    Irgendwie ist es gut, dass Engie jetzt für klare Verhältnisse sorgt. Es macht vieles einfacher. Mir sind moderne Gaskraftwerke lieber als schwereinschätzbare AKW’s.

  4. Maria van Straelen

    schon irgenwie lustig. Wenn ich früher was gegen De Wever oder NVA schrieb, bekam ich promt ein bashing wegen meines persönlichen Hasses. Jetzt wird es scheinbar gesellschaftsfähig, prima, dann sieht man allmählich ein, dass diese Partei nur eines im Sinn hat: Belgien unregierbar zu machen und eine Trennung zu erzwingen. Ein bisschen Trump-like

  5. Werner Schöpges

    Dem herrn De Wever geht es hier nicht um Atomstrom ja oder nein. Ich behaupte sogar, das Thema wäre ihm schnurzpip egal, wenn er da nicht eine Chance sehen würde, einen Keil in die mühsam gebildete Föderalregierung zu treiben. Aus bekannten Gründen.

  6. Walther Janssen

    In diesem Fall irrt Bart de Wever und seine Argumente sind scheinheilig aber durchdacht. Es geht ihm um Antwerpen und nicht darum ob der Strom teurer wird oder darum einen Keil in die Regierung zu treiben. Das ist seine Aufgabe als Opposition, egal ob man ihn hasst oder nicht. Wenn die flämischen Parteien mit anderer Zielsetzung bei nächsten Wahlen 60% der Stimmen oder mehr bekommen, wird man sich sich wohl oder über unterhalten müssen: Quo vadis – Belgica. Aber sowohl Tihange als auch Doel sind eine große Gefahr für die dichtbesiedelten Regionen in Westeuropa, von den Regionen um London, über Holland, Flandern, Wallonien, das Ruhrgebiet und das Rheinland.

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